Fall Kachelmann Gericht nennt Namen von Ex-Geliebter

Peinlicher Fehler: Nach dem Freispruch von Kachelmann veröffentlicht das Landgericht Mannheim im Internet den vollen Namen von dessen Ex-Geliebter - dabei muss ihre Identität geschützt werden.

Nach dem Freispruch im Vergewaltigungsprozess gegen den Wettermoderator Jörg Kachelmann hat das Landgericht Mannheim den Namen der Ex-Geliebten und Nebenklägerin in einer Mitteilung veröffentlicht.

Wettermoderator Jörg Kachelmann im Mannheimer Landgericht kurz vor der Urteilsverkündung.

(Foto: dapd)

Auch im Internet war der Name der Frau, deren Identität geschützt werden muss, in der Pressemitteilung des Landgerichts zu lesen. "Das war ein Versehen, das wir kurz darauf korrigiert haben", sagte ein Sprecher der Behörde.

Die Ex-Freundin Kachelmanns hatte dem Moderator vorgeworfen, sie vergewaltigt und ihr dabei ein Messer an den Hals gehalten zu haben. Das Landgericht Mannheim sprach den Schweizer am Dienstag aus Mangel an Beweisen frei.

In der Urteilsverkündung hatte der Vorsitzende Richter Michael Seidling angemahnt: "Wir entlassen den Angeklagten und die Nebenklägerin mit einem möglicherweise nie mehr aus der Welt zu schaffenden Verdacht - ihn als potentiellen Vergewaltiger, sie als potentielle, rachsüchtige Lügnerin."