Kinderpornografie vor aller Augen: Ein seit langem gesuchter Kinderschänder ließ Fotos von Kindesmissbrauch im Drogeriemarkt entwickeln. Kein Einzelfall.
Ein seit langem gesuchter Kinderschänder ist von der Polizei gefasst worden, weil er pornografische Fotos von einer Drogerie in Niedersachsen entwickeln ließ. "Man konnte aufgrund der Bilder herausfinden, um wen es sich dabei handelte", sagte Polizeisprecher Rainer Bohmbach in Stade.
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In einem gewöhnlichen Drogeriemarkt ließ ein Kinderschänder Fotos, die ihn beim Missbrauch eines Mädchens zeigen, entwickeln. (© Foto: ddp)
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Angestellten eines Fotolabors seien die Bilder bereits Anfang Juli bei der automatischen Bearbeitung aufgefallen. Der Betrieb informierte daraufhin die Polizei.
Die Fotos zeigten den Missbrauch eines zehnjährigen Mädchens aus dem Bekanntenkreis des Verdächtigen, wie die Polizei in den wochenlangen Ermittlungen herausfand. Der 67 Jahre alte Mann aus dem niedersächsischen Buxtehude habe bereits im Jahr 2006 ein damals siebenjähriges Mädchen sexuell missbraucht. Seitdem wurde der Pädophile mit Haftbefehl gesucht. Allerdings war er seit geraumer Zeit untergetaucht.
Beamte konnten den Mann in seiner Wohnung in der Buxtehuder Innenstadt festnehmen. Er versuchte noch zu flüchten, wurde aber von sechs Beamten und zwei Polizeihunden festgehalten.
Bilder mitten im Laden ausgedruckt
Ein Sprecher der Drogerie Rossmann, die den Entwicklungsauftrag entgegengenommen hatte, sagte: "Solche Fälle kommen manchmal vor. Es ist dann aber Zufall, dass den Mitarbeitern im Labor diese Fotos auffallen, da die Entwicklung automatisch abläuft." In die fertigen Auftragstaschen dürfe nicht hineingesehen werden. Auch bei Tierpornografie und rechtsradikalen oder gewaltverherrlichenden Inhalten sollen Mitarbeiter in den Labors aber einschreiten.
Bei einem anderen Fall in Bochum habe ein Pädophiler mitten in der Filiale seine Fotos an einem Computer ausdrucken wollen. Den Mitarbeitern sei dies aufgefallen. Auch sie informierten die Polizei.
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(AP/holz/cag)
Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld
Ich habe mich schon immer gefragt, ob da jemand sitzt und meine Fotos anschaut. ^^
Er versuchte noch zu flüchten, wurde aber von sechs Beamten und zwei Polizeihunden festgehalten.
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Die geballte Macht des Gesetzes.
Wie immer, nur durch Zufall erwischt!
Wäre der Mann nicht so blöd und er hätte seine Fotos nicht außerhalb fertigen lassen, dann würde er noch weiterhin frei rumlaufen.
Setzt doch mal endlich ein Kopfgeld auf solche Verbrecher, schließlich stellen sie eine Gefahr für die Öffentlichkeit dar. Natürlich lebend, aber zumindest ist es ein Ansporn für die Bevölkerung Ausschau zu halten.
Mir scheint, der Schutz von Kindern interessiert Politik und Gesellschaft nicht.
Ich nehme an, der Mann war in der Wohnung nicht gemeldet und daher wusste niemand so genau, wo er wohnt. Wenn jemand mit Haftbefehl zur Fahndung ausgeschrieben wird, klingelt die Polizei auch nicht an jeder Tür, sondern muss hoffen, dass er bei einer Kontrolle o.ä. ins Netz geht.
Schön, daß Kinderschänder auch auf anderen Gebieten wenig Gehirn besitzen und man sie damit fangen kann.
Allerdings wird mir eins aus dem Text nicht klar.
Der Kinderschänder wird seit 2006 per Haftbefehl gesucht, ist angeblich untergetaucht und dann schnappt ihn die Polizei jetzt in seiner Wohnung?
Hat sich hier die Polizei sehr "schlau" angestellt und ist mit dem Haftbefehl seit 2006 nie in seiner Wohnung gewesen oder fehlt hier ein Teil der Berichterstattung?