Indonesien Schweres Erdbeben fordert Tote

Durch einen gewaltigen Erdstoß der Stärke 7,5 sind in Indonesien mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Eine Tsunamiwarnung wurde zurückgenommen.

Nach einem gewaltigen Erdbeben vor der indonesischen Insel Sulawesi (Celebes) sind mindestens zwei Leichen geborgen worden. 37 Menschen wurden als verletzt registriert, wie das Gesundheitsministerium in Jakarta am Montag mitteilte.

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Mehr als 200 Häuser wurden durch die Erdstöße beschädigt. Viele brachen einfach in sich zusammen.

(Foto: Foto: dpa)

Mehr als 200 Häuser wurden zum Teil schwer beschädigt, einige davon stürzten völlig ein. Eine Tsunami-Warnung wurde jedoch nach kurzer Zeit wieder aufgehoben. Das Beben erreichte nach Angaben der Erdbebenwarte in Golden im US-Staat Colorado eine Stärke von 7,5.

Es folgten zwei heftige Nachbeben der Stärke 5,5 und 5,1. Die Bewohner von Sulawesi wurden mitten in der Nacht (Ortszeit) von den Erschütterungen überrascht. Viele flohen in Panik aus ihren Wohnhäusern sowie aus Hotels und sogar aus Krankenhäusern.

Auch nach der Aufhebung der Tsunami-Warnung weigerten sich viele Menschen, in ihre Häuser in Küstennähe zurückzukehren. Erst am vergangenen Dienstag war fast vier Jahre nach der Tsunami-Katastrophe von 2004 ein deutsch-indonesisches Frühwarnsystem in Betrieb genommen worden. Nun senden Bojen, Seismometer und Sensoren an der Oberfläche sowie auf dem Grund des Ozeans Daten in ein Lagezentrum in Jakarta, von wo aus binnen Minuten Alarm gegeben werden kann.

So soll mehr Zeit für Evakuierungen bleiben. An Weihnachten 2004 riss eine gewaltige Flutwelle nach einem Seebeben im Indischen Ozean rund 230.000 Menschen in den Tod. Die meisten Opfer waren in Indonesien zu beklagen. Im vergangenen Jahr kamen bei einem Tsunami auf der indonesischen Insel Java fast 5.000 Menschen ums Leben.