In der Union hat das Bekenntnis des Schriftstellers, bei der Waffen-SS gewesen zu sein, für teilweise massiven Unmut gesorgt.

Der CDU-Kulturexperte Wolfgang Börnsen forderte in der Bild-Zeitung, Grass solle seinen Literatur-Nobelpreis zurück geben. "Günter Grass hat sein Leben lang moralische Ansprüche vor allem an Politiker gestellt. Diese Ansprüche sollte er jetzt auch an sich selbst stellen und alle Ehrungen, die er erhalten hat, honorigerweise zurückgeben - auch den Nobelpreis."

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Die frühere Kritik von Grass an den CDU-Kanzlern Adenauer und Kiesinger wurden jetzt " in einem neuen Licht erscheinen", sagte Unionsfraktionsvize Wolfgang Bosbach derselben Zeitung. Sein Kollege Andreas Schockenhoff sagte: "Ich kann mir nur erklären, dass er so seine eigene Biografie verarbeitet hat."

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(sueddeutsche.de)