"Es gibt keinen Gott": Weltweit bekleben Atheisten Busse mit ihren Botschaften. Nur in Deutschland wehren sich die Verkehrsbetriebe dagegen.
Glaubensfragen gehören seit jeher zu den grundsätzlichen Dingen unseres Lebens. Erörtert werden sie in der Regel von Päpsten und anderen Kirchenvertretern, von Politikern und Gelehrten. In Deutschland wurde die Liste der Diskussionsteilnehmer jetzt um einen Akteur erweitert: die Nahverkehrsbetriebe.
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Frommer Wunsch: So wie in dieser Fotomontage sollen die Busse aussehen. (© Foto: oh)
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Die Initiative Buskampagne.de will die atheistische Werbung "There is probably no God", die auf Londoner Bussen Aufsehen erregte, nach Deutschland bringen. Auch hierzulande will man nach Spanien, Italien und den USA für eine nichtreligiöse Weltsicht werben. "Immerhin sind 30 Prozent der Deutschen ohne Konfession", sagt Philipp Möller, einer der sieben Mitglieder und Sprecher der Initiative.
Zunächst schien das Vorhaben erfolgversprechend: Die Internetseite www.buskampagne.de war erst vier Tage freigeschaltet, da hatten die Initiatoren bereits die benötigten 19.500 Euro aus Spenden beisammen. Mit dem Geld sollten in Berlin drei Linienbusse drei Monate lang mit folgendem Schriftzug durch die Stadt fahren: "Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott ..."
Die Atheisten hatten ihre Rechnung allerdings ohne die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) gemacht. Und ohne die Münchner. Und ohne die Bremer. Vergangene Woche folgten Absagen aus Leipzig, Regensburg, Stuttgart, Dresden, Potsdam, Fulda und Hamburg. Niemand wollte die gottlose Werbung auf seinen Bussen haben. Die Begründung war stets dieselbe: Man lasse keine weltanschauliche Werbung zu.
"Stimmt gar nicht", sagt Philipp Möller, "überall in der Berliner U-Bahn hängen Plakate mit Sprüchen wie 'Jesus liebt dich'." Zudem habe die BVG erlaubt, dass Anfang des Jahres in der U-Bahn Unterschriften für "Pro Reli" gesammelt wurden. Stimmt, sagt die BVG, "aber Pro Reli hat nicht großflächig geworben, sondern die Leute nur angesprochen", sagt BVG-Sprecher Klaus Wazlak. Zudem sei der Störfaktor bei einer großflächigen Werbung höher. Da die BVG ihren Fahrgästen aber eine "unaufgeregte Fahrt" bieten will, soll auch die Jesus-Werbung umgehend aus der U-Bahn verschwinden. "Sonst könnte morgen schon Scientology bei uns anfragen", sagt Wazlak.
In Köln sieht man die Sache mit der gottlosen Werbung zwar nicht ganz so eng, doch die Verkehrsbetriebe dort haben derzeit bekanntlich dringendere Probleme. Die Entscheidung wurde vertagt.
Offen sind die Antworten aus Hannover, Frankfurt, Nürnberg und Dortmund. Letztere erwartet Möller mit besonderer Spannung. Denn in Dortmund ist die katholische Kirche den Atheisten zuvorgekommen: Dort fährt bereits ein Bus mit der Aufschrift "Keine Sorge, es gibt Gott! Also schönen Tag" durch die Stadt.
Wenn aus diesen Städten ebenfalls Absagen kommen, haben die Atheisten noch eine Idee. "Dann müssen wir auf kleinere Städte ausweichen", sagt Möller. "Oder wir machen es wie in den Niederlanden." Auch dort sind die Atheisten an den Verkehrsbetrieben gescheitert und auf Plakatwände ausgewichen. Jetzt wirbt ein riesiges Plakat direkt neben dem Amsterdamer Flughafen für eine gottlose Welt.
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(SZ vom 30.3.2009/tkw/hai)
Unnütze Hygienemaßnahmen
Was hat der Energieerhaltungssatz damit zu tun? Ein Urknall gab es nicht wegen des Energieerhaltungssatzes? Können Sie das noch einmal erklären?
Ihr Versuch, Gott mit Argumenten aus der Wissenschaft zu widerlegen, scheitert schon im Grundsätzlichen.
Ihre Argumentation aber ist zusätzlich auch in den wissenschaftlichen Argumenten falsch. Sie nehmen an, ALLES sei im Urknall entstanden. Dies ist aber nicht zutreffend, denn die physikalischen Gesetze kennen Erhaltungsgrößen, insbesondere die Energie. Wenn aber die Energie erhalten bleibt, ist Ihre Grundannahme falsch und Sie können Ihre Argumentation entsorgen.
Wissenschaft und Religion sind durchaus miteinander vereinbar!
vielleicht mit mir über das Thema" Verletzung nichtreligiöser und religiöser Gefühle" zu diskutieren?
Ich finde die Urknall gegen Gott-Diskussion wird immer geführt, wenn es um Gott geht. Aber sie führt zu nix. Wir Humanisten werden die Theokraten nicht vom Gegenteil überzeugen, aber die Fronten verhärten..
Ich hätte gerne noch ein paar Meinungen zum eigentlcihen Thema gehört? So als Denkanstoss...
ist mit Naturwissenschaftlichen Methoden weder Nachweisbar, noch widerlegbar. Um nun auf ihre Argumentation einzugehen:
1) Reisen in die Vergangenheit sind nicht möglich. Ich glaube sie verwechseln das damit, dass, wenn man sich ein weit entferntes Objekt anschaut, man in die Vergangenheit blickt, weil das Licht (Radiowellen, Neutrinos ..) einige Zeit unterwegs war, bevor es bei uns ankommt. Oder Meinten sie relativistische Zeitverkürzung. Das bedeutet aber auch nur, dass ihre Eigenzeit langsamer läuft, aber nicht Rückwärts.
2) Wissenschaftstheorie: Das Universum hat sich, soweit wir Wissen, seit dem Urknall gemäß physikalischer Gesetzmäßigkeiten entwickelt. Die Physik strebt danach diese mit mitteln der Mathematik zu beschreiben. Aber sie beantwortet nicht die Frage, wo diese her kommen. Also Physik hat nichts mit Theismus oder Atheismus zu tun, weil sie diese Fragen nicht bearbeitet.
Nun ist es leider so, dass gerade Theisten (leider auch Atheisten), dies nicht sauber trennen. Bei den Theisten kommt es da her, dass Religionen in ihrer frühen Entwicklung immer auch ein Weltbild mitbringen, das von der Wissenschaft dann widerlegt wird.
wie nötig Deutschland diese Diskussion hat. Ich halte keine Laizismus für verheerend, und genau dahin hätte ich auch gerne die Diskussion. Ich bin kein Christ. Punkt-Ende Gelände. Aber meine Art der Spritualität ist hier nich ANerkannt, genausowenig, wie Atheismus als etwas, das ist anerkannt wird. Wer nicht glaubt, glaubt eben nicht. Aber er hat keinen Namen. Namen hat, was transzendent ist. Ich halte das für eine starke Unausgeglichenheit.
Abgesehen davon macht die kath. Kirche mit ihrem Gekreuzigten überall Werbung, vorallem im Süden Deutschlands.. Wie fühle ich mich dabei, wenn mir ständig das Leiden Christi vorgeführt wird? Es verletzt vielleicht meine Gefühle?Oder die der Kinder nichtreligiöser Eltern? Ich will daß jeder mit dem was er hat, glücklich wird, aber ebenso will ich auch damit nicht behelligt werden, wenn ich das nicht will. Also: Kreuze raus aus Schulen und weg von der Strasse.Wer in Kontakt mit Gott kommen will kann in eine der 10000 Kirchen gehen. Oder frei nach Anselm Grün Gott in sich suchen.
Ausserdem hätte dann die CDU/CSU weniger Probleme, den das Christlich in ihren Namen stimmt auch schon ewig nicht mehr.
Paging