Eine junge Frau darf nach einem Zeitungsbericht wegen Brustimplantaten nicht zur Bundeswehr - aus Sicherheitsgründen.
Eine junge Frau darf nach einem Zeitungsbericht wegen Brustimplantaten nicht Soldatin werden. Laut ärztlichen Regularien sind Menschen mit Implantaten für die Bundeswehr nicht tauglich.
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Ein Hinderungsgrund für die Bundeswehrkarriere. (© Foto: AP)
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"Ich kann immer noch nicht fassen, dass meine Silikonbrüste mir meinen Traum zerstören", zitiert die Bild-Zeitung vom Donnerstag die 23-jährige Altenpflegerin. Sie wollte sich demnach am 16. Dezember beim "Zentrum für Nachwuchsgewinnung" in Hannover für zwölf Jahre als Rettungsassistentin verpflichten.
Die Bundeswehr bestätigte, dass es aus Sicherheitsgründen entsprechende Regularien gibt. Diese würden derzeit allerdings überprüft, sagte ein Sprecher. Den Fall der abgelehnten 23-Jährigen wollte er aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht bestätigen.
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(AP/grc)
Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld
Nur um es deutlicher zu machen... wenn ein Implantat einer Soldatin, das sie sich vor dem Eintritt in den BW-Dienst hat implantieren lassen, platzt, Leck schlägt etc., sind die gesundheitlichen Kosten eine direkte Folge ihres privaten, rein ästhetisch motivierten Eingriffes. Wieso sollte das die Bundeswehr zahlen? Wieso sollte sie es zahlen müssen? Der medizinische Ursache-Wirkungszusammenhang wäre hier eindeutig determiniert, und eine "Fürsorgepflicht" könnte ganz leicht ausgeschlossen werden. Wenn ich mir anschaue, was es für ein jahrelanger Krampf war, bis die Veteranen, die an militärischen Radiostationen gearbeitet hatten, ihre Invalidenrente inkl. gesundheitliche Fürsorge für den EM-induzierten Krebs bekamen, frage ich mich ernsthaft, wieso die BW ohne mit der Wimper zu zucken für defekte Silikonimplantate aufkommen würde. Das ist höchst unwahrscheinlich. MfG #Æ
I. Übernahme der kompletten Heils- & Fürsorgekosten das war mir unbekannt. Wenn eine Soldatin aus privaten Gründen z.B. eine Fettabsaugung vornehmen oder ein Soldat sich die Nase richten lässt, bezahlt das also die BW bzw. der Steuerzahler. Das sollte unabhängig vom gegenwärtigen Fall schleunigst geändert werden, meinst Du nicht? Und ist das wirklich wahr? Krankenkassen übernehmen keine ästhetischen OP-Kosten, und ich kann mir nicht vorstellen, dass die BW das anders macht. (??) II. Weiterhin: Die 30% beziehen sich lediglich auf bestimmte (alte) Modelle/Fabrikate. Neueste Implantate haben (nach vorläufigen Tests) eine Defektrate von maximal 2%, was m.E. ein vertretbares Risiko ist, v.a. wenn die Soldatin nicht im Kampfgebiet eingesetzt wird. III. Das "marginale Risiko" bezog ich direkt auf die eigentliche OP. Was danach kommt, ist natürlich nicht "marginal". (Das hatte ich aber auch deutlich gemacht.) IV. Die Bemerkung zu evolutionären Wahrnehmungsmustern war nüchtern-biologisch. Aber die Natur ist halt hart in ihren Regeln, und wird von kulturell fortgeschrittenen Menschen oft als feindlich angesehen. Das hat aber nichts mit Zynismus zu tun. Es ist einfach wie es ist. Und es ist dabei vollkommen irrelevant, was das ggnwärtige Schönheitsideal ist, oder ob dahinter eine (männerdominierte?) Schönheitsindustrie steckt. (Und es geht nicht um evolutionäre Entwicklung, sondern um Wahrnehmung und Präferenzen, welche Körperformen Fruchtbarkeit vermitteln usw.) V. In langfristigen Tests belegt ist die Zufriedenheit mit dem eigenen Körper nach einer OP. Immerhin etwas.
1. würde ich bis zu 30% Ausfälle nicht mehr marginal nennen. Bei der Qunatifizierung der Häufigkeit von Nebenwirkungen spricht man bereits bei einer Zahl größer 10% von "sehr häufig". Und auch wenn die Risiken beim Einsetzen der Implantate geringer geworden sind, Implantate werden eben nicht für den kurzzeitigen Gebrauch eingesetzt wie eine Knochenschraube.
2. Ihr "Argument", dass eine Mehrzahl der Männer grosse Brüste "bevorzugt" ist in diesem Zusammenhang mehr als zynisch. Wenn es danach ginge, dann sollten am besten alle Frauen wie Barbie aussehen - und die ist bekanntlich nicht in der Lage zu stehen oder zu gehen. Hier geht es auch nicht um ein evolutionäres Programm. Frauen, die nicht dem (männerseits gewollten?) Schlankheitswahn unterliegen, haben auch selten Probleme mit ihren Proportionen. Wäre hier ein evolutionäres Programm am Werk, hätte dieses Programm längst alle Vielfalt in der menschlichen Figur getilgt, da sich nur noch Gene für Körbchengrösse C und größer vererben würde.
3. Wie sie so schön sagen, es fehlen Langzeitbetrachtungen. Und betrachtungen, die beobachten, wie sich solche Frauen beim Auftreten der nächstne optischen Modeerscheinung entscheiden werden. Was kurz- und mittelfristige eine Besserung bewirkt, muss nicht langfristig stabil sein.
MfG
BaBlue
... vielen Dank für Ihren Beitrag!
Ich war mich nicht ganz sicher, wie genau die Regelung für Bundeswehrangehörige in dem Fall aussieht.
MfG
BaBlue
"2. Schönheits-OPs (und Folge-OPs) zahlt der Patient selbst, da gibt's für die Bundeswehr und den Steuerzahler keine Zusatzkosten."
... ist im Falle einer Verpflichtung bei der Bundeswehr genau falsch. Die Bundeswehr übernimmt die kompletten Heil- und Fürsorgekosten für ihre Soldaten (und -innen). Sollte das Implantat also beschädigt werden, so muss die Bundeswehr im Rahmen ihrer Fürsogepflichten für die Kosten der Nach-OP komplett aufkommen. Soldaten sind hier völlig anders gestellt als "normale" Patienten, bei denen obige Aussage zutreffend wären. Und vermutlich genau aus diesem Grund dürfte die Verpflichtung abgelehnt worden sein, da ein immanentes Kostenrisiko für den Dienstherren durch das Implantant besteht. Und die von Ihnen genannten 30%-Ausfallwahrscheinlichkeit des Implantats unterstreichen das ja sogar noch.
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