Wirbel um die Cola von Red Bull: Nach dem Fund von Kokainspuren in dem Getränk haben Hessen, NRW, Thüringen und Rheinland-Pfalz das Produkt aus dem Verkehr gezogen.
Nach dem Fund von Kokainspuren in der Cola von Red Bull haben die Lebensmittel-Aufsichtsbehörden mehrerer Bundesländer das Getränk aus dem Verkehr gezogen. Nach Hessen und Nordrhein-Westfalen betätigten an diesem Samstag auch Thüringen und Rheinland-Pfalz ein entsprechendes Verkaufsverbot. In Baden-Württemberg dagegen bleibt die Cola vorerst in den Regalen.
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In der Cola von Red Bull wurden Spuren der Droge Kokain gefunden (© Foto: ddp)
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"Die Cola ist nicht gesundheitsgefährdend, aber sie verstößt gegen Lebensmittelrecht", sagte der Sprecher des Thüringer Gesundheitsministeriums, Thomas Schulz. "Auch wenn die nachgewiesene Substanz unbedenklich ist, handelt es sich rechtlich bei dem Getränk um kein Lebensmittel, sondern ein Betäubungsmittel."
Baden-Württemberg will zunächst keine Konsequenzen ziehen. "Es gibt bislang noch keine Hinweise, dass auch der Handel in Baden-Württemberg von den Lieferungen betroffen ist", sagte eine Sprecherin des Stuttgarter Verbraucherministeriums.
Das nordrhein-westfälische Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit (LIGA) hatte ein Gutachten zu der Cola erstellt und Spuren von Kokain gefunden, die offensichtlich von einem dekokainierten Cocablatt-Extrakt stammen. Damit falle die Cola unter das Betäubungsmittelgesetz, hieß es im Bundesverbraucherschutzministerium.
Das Ministerium in Berlin wies am Samstag erneut darauf hin, dass Verbraucherschutz Sache der Bundesländer sei und dass über ein mögliches Verkaufsverbot nur dort entschieden werden könne. Alle Länder hätten das LIGA-Gutachten bekommen, erklärte eine Sprecherin.
Red Bull wehrt sich gegen das Verkaufsverbot. "Dekokainierte Cocablatt-Extrakte werden weltweit als Aroma in Lebensmitteln eingesetzt", zitierte die Frankfurter Neue Presse das Unternehmen. Red Bull Cola sowie andere Lebensmittel, die Cocablatt-Extrakte enthielten, gälten sowohl in der EU als auch in den USA als unbedenklich und verkehrsfähig.
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(sueddeutsche.de/dpa/aho/liv)
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Diese amtliche Maßnahme aufgrund des LIGA-Gutachtens ist mal wieder ein Paradebeispiel für den Bürokratiewahnsinn in Deutschland/Europa, vermutlich inszeniert von einem dilletantischen, ignoranten und unwissenden Regierungsbamten. Die gefundene Menge von 0,4 Mikrogramm ist nicht mehr und/oder weniger als die Menge, die man bei der Untersuchung von allen anderen Cola - PRodukten finden würde. Genauso gut könnte man alle mohnhaltigen Produkte sofort bundesweit aus dem Verkehr ziehen lassen, weil man natürlich immer Opiumspuren finden würde. Weil diese nun mal in Spuren in diesen Naturrohstoffen vorkommen und auch in kleinsten Konzentrationen nach einer Raffination dieser Rohstoffe vorkommen werden.
Diese ganze Aktion ist ein Witz. Die Ämter sollte man auf Schadensersatz verklagen!
Vorab ich nehme keine in Deutschland verbotenen Drogen und habe nachdem ich die Inhaltsangabe der Brausen gelesen habe auch nur einmal das alte Red Bull probiert.
Doch setze ich mich dafür ein, Natur nicht zu verbieten. Am Beispiel der Kokapflanze (das gleiche könnte man mit Stevia, Hanf, Mohn... auflegen) ist die Macht der Pharmazie- und Nahrungsindustrie zu sehen, die mit ihrer Chemie die Naturstoffe zurückdrängen wollen, da damit die Milliardenumsätze sichern und oft, die pillenschluckenden Menschen mit den Nebenwirkungen krank und zu oft abhängig von ihren Stoffen machen.
Das traditionelle Kokakauen, gehört in den Andengebieten zum Alltag wie etwa das Kaffeetrinken in Europa. Ähnlich wie die sogenannten Vitaminpräparate, die man bei uns in der Apotheke kaufen kann. Eine Aussage eines Cocabauern in ARTE: ( arte.tv/de/Die-Videos-vor-2007/1206352.html ) Mit der Kraft der Koka kannst du den ganzen Tag arbeiten, ohne etwas zu essen. Deswegen kauen wir in der Arbeitspause oft 30, 40 Minuten. Dann spürt man die Müdigkeit nicht mehr.
Wir in der sogenannten zivilisierten Welt schlucken zum wach werden bestenfalls Cafe oder Matetee, doch zu viele hängen am Tropf der Pharmaindustrie und nehmen Chemie wie dies in vielen Berichten auch hier in der SZ zu lesen ist und werden auf Dauer krank davon.
Zitat aus der SZ: -"Es fängt an mit Vitaminen, dann kommen Anti-Depressiva, später Ritalin, schließlich Kokain." Bekommt man die Medikamente nicht von einem Arzt verschrieben, so kann man sie über Internet-Apotheken leicht aber illegal aus Übersee beziehen.-
Verboten gehört die chemische Aufbereitung von Kokablättern und deren genetische Veränderung der Pflanze um den Wirkstoff Hydrochlorid zu erhöhen, wie dies zum Beispiel beim THC im Hanf bereits geschehen, auf keinen Fall die Pflanzen an sich, die wie alles in der Natur einen Nutzen haben. Nur die Menge und Aufbereitung macht die Natur zum Gift für uns Menschen, nicht der Stoff an sich.