Bergsteiger-Drama im Himalaya Tote und Vermisste am K2

Am zweithöchsten Berg der Welt sind mehrere Bergsteiger einer internationalen Alpinisten-Gruppe in den Tod gestürzt. Möglicherweise wurden sie von einer Lawine überrascht.

Mindestens vier Alpinisten einer internationalen Seilschaft sind nach italienischen Medienberichten am Himalaya-Gipfel K 2 ums Leben gekommen. Zehn Bergsteiger werden noch vermisst, berichtete die Turiner Zeitung La Stampa in ihrer Internetausgabe.

Der K 2 ist der zweithöchste Berg der Welt.

(Foto: Foto: AFP)

Dies hätten die italienischen Bergsteiger Roberto Manni und Mario Panzeri vom Basislager des pakistanischen K 2 aus mitgeteilt. "Es sieht so aus, als säßen drei Koreaner in der Höhe fest, mit Erfrierungen von den Knien abwärts", berichteten sie.

Nach den Angaben wollte eine 17-köpfige Seilschaft den mit 8611 Metern zweithöchsten Berg der Welt meistern, doch stürzten beim Aufstieg unter anderen ein serbischer und ein koreanischer Alpinist in den Tod. Das berichteten italienische Medien unter Berufung auf den Rettungskoordinator Agostino Da Polenza, der vor wenigen Wochen auch die jüngste Bergungsaktion am Nanga Parbat geleitet hatte.

Möglicherweise sei die Seilschaft von einer Lawine überrascht worden, sagte Mohammed Akram vom pakistanischen Alpine Club der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Lawinen gebe es dort häufig.

In der Seilschaft sollen auch Bergsteiger aus den Niederlanden, Norwegen, Irland und Frankreich sein. Es sei kein Italiener mehr unter den Vermissten. Ein herabgestürzter Eisblock erschwere den Bergsteigern unter Umständen den Abstieg, hieß es in den Berichten.

Mitte Juli war der Südtiroler Bergsteiger Karl Unterkircher am Nanga Parbat im Himalaya von schlechtem Wetter überrascht worden und in den Tod gestürzt. Zwei andere Südtiroler Bergsteiger konnten erst nach Tagen an einer eisigen Felswand in Sicherheit gebracht werden.