Ausgehen & Hinlegen Gault Millau - Reiseführer für Genießer

Deutschland 2002 (Heyne)

Von STEPHAN REINHARDT

Einer der bedeutendsten deutschen "Reiseführer für Genießer" ist sicherlich der Gault Millau Deutschland, der in seiner bei Heyne eben erschienenen 20. Ausgabe (29,99 €) 1369 Restaurants und 359 Hotels empfiehlt.

Findet, dass Johann Lafer noch eitler ist als die ohnehin "unverfrorene Münchner Eitelkeit", außerdem, dass Deutschlands Köche zu lasch würzen, das Gemüse zu "al dente" servieren und zuviel das kochen "was alle kochen", nämlich zuviel Cross-Over: Deutschalnds Gault Millau (Heyne) punktet mit Schimpfen.

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Zu den "weltbesten Restaurants" haben die Tester dieses Jahr sechs deutsche Schlemmertempel gewählt (mit 19 von 20 Punkten), darunter auch das Tantris in München, wo Hans Haas die Herde befehligt. Außerdem dürfen die Schwarzwaldstube in Baiersbronn, die Restaurants Heinz Winkler in Aschau und Dieter Müller in Bergisch-Gladbach, Zur Traube in Grevenbroich sowie das Waldhotel in Wittlich mit vier Hauben weiter kochen und sich zu den nobelsten Adressen der speisenden Welt zählen.

Zum "Koch des Jahres" wurde indes Thomas Martin aus Jacobs Restaurant in Hamburg aufgrund der von ihm zelebrierten "klassischen Schönheit in wunderbarer Leichtigkeit" gewählt. In Wolfsburg arbeiten nicht nur ein fleißiger Fußballtrainer und Tausende von Autobauern, sondern, im Restaurant Acqua, auch Deutschlands kochender "Aufsteiger des Jahres", Sven Elverfeld. Die "Entdeckung des Jahres" aber ist für die Gault-Millau-Tester René Bobzin, der im sächsisch-anhaltinischen Ilsenburg am Herd Zu den Rothen Forellen seinen Zubereitungen Raffinement verleiht. Die beste Hotelführung fanden die Tester in Dom-Nähe. Es ist das von Manfred Brennfleck verantwortete Excelsior Ernst in Köln.

Unser Tipp: In den Wohnzimmerschrank damit und bei Reiseantritt ins Handgepäck