Ein deutsches Paar hat in einer Pizzeria in Italien seine drei Kleinkinder ausgesetzt. Die Behörden vermuten, dass die Eltern in wirtschaftlichen Schwierigkeiten stecken.
Die italienischen Behörden sind auf der Suche nach einem deutschen Paar, das in einer Pizzeria im Aosta-Tal drei Kinder im Alter zwischen acht Monaten und vier Jahren zurückgelassen hat.
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Nach Angaben der Nachrichtenagentur ANSA hatten die Erwachsenen am vergangenen Sonntag das Restaurant in der norditalienischen Stadt Aosta verlassen, angeblich um eine Zigarette zu rauchen. Die 26 Jahre alte Mutter der Kinder und ihr 24 jähriger Begleiter, bei dem es sich nicht um den leiblichen Vater handele, seien dann spurlos verschwunden. Die Behörden vermuten, dass das Paar in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckt. Die Kinder wirkten verwahrlost, seien aber gesund. Darüber hinaus würden Drogenprobleme vermutet. Woher aus Deutschland die Familie stammt, wurde nicht mitgeteilt. Das Paar kommt italienischen Medienberichten zufolge aus dem Raum Dortmund.
Die Ermittler prüfen einem Bericht der Tageszeitung Corriere Della Sera zufolge auch einen Verdacht, wonach das Paar Selbstmordpläne haben könnte. In dem Auto sei in der Handtasche der Frau ein Notizbuch gefunden worden - mit grausigen Zeichnungen, die wohl explizit einen Selbstmordversuch andeuteten.
Kinder ahnten nichts
Zunächst konnten sich die Mitarbeiter der Pizzeria nicht vorstellen, dass die beiden Erwachsenen die Kinder einfach zurückgelassen haben. "Die zwei älteren Kinder wussten von nichts", sagte Pizzeria-Besitzer Carmelo Casella dem Fernsehsender RAI. "Sie glauben, ihre Mutter ist zur Toilette gegangen und hat nicht den Weg zurück gefunden."
Während die Kinder ahnungslos weiter aßen, hätten die Mitarbeiter auf der Toilette und auf dem Parkplatz nach den Eltern gesucht. Nach einiger Zeit habe man dann die Polizei alarmiert, die inzwischen im In- und Ausland nach dem deutschen Paar fahndet. Später sei das Auto des Paares dem Fernsehbericht zufolge am Stadtrand von Aosta gefunden worden.
Die Kinder waren noch am Sonntagabend ins Krankenhaus der Stadt gebracht und untersucht worden. Inzwischen befinden sie sich in der Obhut des Sozialdienstes. Gesundheitlich seien sie fit. Über Interpol wurde inzwischen die Großmutter ausfindig gemacht. Ein Gericht in Turin müsse nun entscheiden, ob der Frau die Kinder übergeben werden können, hieß es.
Das Paar war den Angaben zufolge bereits am Samstag in der bei Touristen beliebten Stadt in den italienischen Alpen angekommen. Wie es hieß, war ihnen der Sprit in ihrem Kleinwagen ausgegangen. Sie hatten sich dann ohne Gepäck in einem nahe gelegenen kleinen Hotel einquartiert, in dem sie ursprünglich bis Montag bleiben wollten.
Der Besitzer des Hotels sagte, die jungen Leute hätten einen "völlig normalen Eindruck gemacht". Erst später sei aufgefallen, dass die vorgelegte Kreditkarte bereits abgelaufen war.
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(sueddeutsche.de/dpa/liv/hai)
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- jedoch hat das Jugendamt Olpe heute die Entziehung des Sorgerechts in diesem Fall veranlasst. Völlig richtig.
Es ist nicht die Wirtschaftskrise.
Es ist die innere Verwahrlosung, die in einer Generation grassiert, die aus ist, auf den schnellen Genuss, auf Verbrauchsware für die Zerstreuung. Und im Überdruss wirft man sie halt weg.
Es muß einfach raus: diese Generation kotzt mich an.
In noch viel ärmeren Gegenden bringen dort viele Leute ihre Kinder durch.
Das sind wirklich krasse Auswüchse der Wirtschaftskrise.