Der Schweizer Helg Sgarbi, der Susanne Klatten und weitere Geschäftsfrauen verführte und erpresste, ist angeklagt worden. Der Prozess soll bald beginnen.
Der mutmaßliche Erpresser der Unternehmerin und Quandt-Erbin Susanne Klatten, 46, wird sich vor dem Münchner Landgericht wegen versuchter Erpressung in zwei versuchten und vollendeten Betruges in vier Fällen verantworten müssen. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung hat die Staatsanwaltschaft München I jetzt eine entsprechende Anklage gegen den Schweizer Helg Sgarbi, 43, erhoben, die dem Gericht zugeleitet wurde. Der Prozess wird aller Voraussicht nach spätestens im März beginnen.
Susanne Klatten: Sieben Millionen Euro bezahlt? (© Foto: ddp)
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Die Ermittler sind der Überzeugung, dass der galant und zuvorkommend auftretende Sgarbi sich vier wohlhabende Frauen als Opfer gesucht hatte, die er gezielt in Wellness-Hotels in der Schweiz und Österreich ansprach. Sein erstes Opfer soll 2005 die Frau eines Möbelherstellers gewesen sein. Danach folgten zwei weitere Damen, bis er im Juli 2007 begann, die Münchner Milliardärin Susanne Klatten zu umgarnen.
Seine Masche soll stets die gleiche gewesen sein: Den Frauen tischte er die Geschichte von einem angeblichen Unfall auf, bei dem er ein kleines Kind schwer verletzt habe. Um die angeblich horrenden Schadensersatzforderungen begleichen zu können, bat er die Frauen um finanzielle Hilfe in Form eines Darlehens. Bei den vermögenden Opfern ging Sgarbi offenbar noch weiter: Ihnen soll er mit der Veröffentlichung von Fotos oder Videos gedroht haben, die bei intimen Treffen aufgenommen worden waren.
Die Frau des Möbelherstellers soll 2,1 Millionen Euro gezahlt haben, Klatten insgesamt sieben Millionen. Die 46-Jährige wandte sich schließlich an die Polizei, als Sgarbi immer neue Forderungen stellte, die bis zu 290 Millionen gingen. Ein kleiner Teil der Beute, etwa 1,6 Millionen Euro, konnte sichergestellt werden. Ob die Opfer als Zeugen in dem Prozess auftreten müssen, steht noch nicht fest. Sollte Sgarbi gestehen, könnte darauf verzichtet werden.
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(SZ vom 05.12.2008/grc)
Bundespräsident Gauck in Israel
dass der Fall langsam abgeschlossen wird. Das sieht man schon an den vielen unqualifizierten und zum Teil beleidigenden Kommentaren Frau Klatten gegenüber. An die Adresse, derjenigen die hier solche dummen Kommentare schreiben, nur eines: Auch Frau Klatten ist ein Mensch und hat es verdient als solcher behandelt zu werden.
Generell sollte sich die Masse nicht am Unglück eines Menschen aufgeilen. Herr Helg Sgarbi ist ein Verbrecher und sollte weggesperrt werden. Mein Vorschlag, wenn es die Bundesrepublik Deutschland nicht schafft: Saudiarabien, die wissen wenigstens, was sie mit solchen Typen anfangen müssen.
Ich wünsche der Familie Klatten, dass sie bald zur Ruhe kommen.
Kann die Süddeutsche nicht einmal Frau Klatten dazu interviewen, was Frau Klatten von Videoüberwachungen in Wohnungen nach dem BKA Gesetz und einigen Polizeigesetzen der Länder hält? Wenn man das Großbürgertum zum Nachdenken anregt, kommt es vielleicht noch einmal zur Vernunft. Denn viele wie Flick beispielsweise frönen einem Überwachungswahn und bauen sich selber überall Sensoren und Überwachungskameras in ihre Villen ein. Da kommt es auf das BKA sozusagen nicht mehr an.
Und was ist an dem Gerücht dran, dass der Bundesnachrichtendienst bei Frau Klatten die Finger im Spiel hatte?
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Das Sex-Syndikat hat Susanne aufs Kreuz gelegt
Oder sollte man eher sagen, der Sex-Sünde ist Susanne erlegen.
Susanne Klatten und die Anderen Promis werden nicht vor Gericht erscheinen müssen. Und wenn dann wird der Verhandlungstermin geheim und so kurzfristig bestimmt, dass kein Mensch in München davon wind bekommt. Auch Herr Alexander Krug nicht.
Diese und so manche Andere Delikatessen hat unsere Münchner Strafjustiz für Promis. Wenn ich ein Promi wäre und müsste meine Freundin aus dem Fenster schmeißen oder so, dann nur in München.
Hinweis für Alexander Krug: Bitte geben Sie rechtzeitig bekannt, wann Prozessauftakt ist.
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Zunächst gilt auch bei ihm die Unschuldsvermutung. Und die alten Mädchen im Wellnesshotel durchaus auch Abenteuern zugänglich waren ist Fakt. Wer weiss wie oft sie andere "Kurschatten" hatten, von denen sie nur nicht erpresst wurden, bzw. die mit einem Taschgeld zufrieden waren.
Jetzt hat er zwei Alternativen:
Er ist voll geständig und spart Frau Klatten die Zeugenaussage. Das kann strafmildernd sein.
Er lässt Frau Klatten antanzen. Dann geht es ins Detail und jedes davon in die Bild-Zeitung. Er vergibt Exklusivrechte und schreibt ein Buch.
Ich glaube er geht letzteren Weg.