SicherheitskonferenzGegen verschlossene Türen: Münchner für Reform der Sicherheitskonferenz

Zu militärisch, zu geheim, zu eindimensional: Was an der Konferenz auszusetzen ist - und was man ändern könnte.

"Was mich persönlich am meisten stört, ist, dass der Großteil der Gespräche hinter verschlossenen Türen stattfindet. Da sitzen jede Menge privater Unternehmen, darunter viele Rüstungsfirmen, mit am Tisch, die ihre Interessen vertreten dürfen, aber die Öffentlichkeit ist weitgehend ausgeschlossen. Dabei hätten die Politiker doch genügend Gremien, um sich auszutauschen.

Außerdem wird nur über militärische Lösungen gesprochen. Doch angesichts der angespannten Weltlage und der nationalistischen Tendenzen an so vielen Orten ist es umso wichtiger, ganzheitliche Lösungen zu finden. Ich bin froh, dass wir Jusos uns in diesem Jahr mit der Grünen Jugend, der Linksjugend und anderen Gruppen zu einem Bündnis gefunden haben, um gemeinsam unsere Kritik zu äußern. Die Demonstrationen der vergangenen Jahre waren ein bisschen fragwürdig, da wurden zu viele Dinge vermischt."

18. Februar 2017, 13:202017-02-18 13:20:03 © SZ vom 18.02.17/bhi