Neujahrsmorgen Münchner Rettungsdienste im Dauereinsatz

Über München eine Wolke aus Nebel: Blick vom Olympiaturm in der Silvesternacht.

(Foto: dpa)
  • 155-mal rückte die Feuerwehr in der Silvesternacht aus
  • In Schwabing brannte das Dach eines Wohnhauses bis zum Donnerstagmorgen

Hunderte Einsätze, diverse Zimmerbrände und ein Großfeuer - die Diensthabenden bei Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten in München haben eine arbeitsreiche Nacht hinter sich. Allein 155-mal rückte die Feuerwehr aus. Am meisten beschäftigte sie das brennende Dach eines Wohnhauses in der Schwabinger Wilhelmstraße.

Großbrand in Schwabing

Ursache war um kurz nach Mitternacht vermutlich eine Silvesterrakete, wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte. Für sie war das Problem: Das Haus war frisch renoviert, um das Feuer zu bekämpfen, musste sie das Blechdach und die Dämmung aufreißen, der Wind fachte den Brand immer wieder an. Der Einsatz dauerte bis zum Donnerstagmorgen, anschließend begutachtete ein Experte der Lokalbaukommission die Statik des Hauses. Der Sachschaden wird auf 200 000 Euro geschätzt, mehr als 100 Feuerwehrler waren im Einsatz. Da sich kaum Personen in dem Haus befanden, wurde niemand verletzt.

Ansonsten verzeichnete die Feuerwehr mehrere Zimmerbrände, ausgelöst durch Raketen, die Fenster durchschlugen. In der Pettenkoferstraße geriet eine private Bibliothek in Brand, den Schaden taxiert die Feuerwehr auf 50000 Euro. In der Senftlstraße verletzte sich ein Mann, als er mit mehreren Mitbewohnern seines Hauses versuchte, brennende Mülltonnen mit Schnee zu löschen. Er verbrannte sich an Armen, Händen und im Gesicht.

Polizei meldet 240 "silvestertypische Einsätze"

Die Polizei meldete am Neujahrsmorgen 240 "silvestertypische Einsätze" - meist Schlägereien oder Streitereien. Am Friedensengel, wo knapp 5000 Menschen feierten, wurde eine Person durch eine "herabfallende Pyrotechnik" am Kopf verletzt und kam ins Krankenhaus. Die Münchner Rettungsdienste rückten zu insgesamt 979 Einsätzen aus.