Die U-Bahnschläger vom Innsbrucker Ring müssen nicht ins Gefängnis. Özdemir Y., 20, und Murat K., 21, bekommen eine letzte Chance.
Wegen Körperverletzung verurteilte das Jugendschöffengericht am Dienstag Özdemir Y., 20, zu 18 und Murat K., 21, zu 15 Monaten Freiheitsstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt wurden. Als Auflage müssen sie unter anderem einen Anti-Aggression-Kurs absolvieren und an die zwei Verletzten einen noch nicht bezifferten "Täter-Opfer-Ausgleich" leisten.
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"Allerletze Chance"
Am 30. Dezember vorigen Jahres war es in einem Zug der Linie U5 zu einem Streit zwischen den Angeklagten und einem Fahrgast gekommen, der sich über ihre laute Handy-Musik beschwert hatte. Ein anderer Fahrgast, der schlichten wollte, bezog Prügel. Als er am Bahnhof Innsbrucker Ring den flüchtenden Tätern nachsetzte, schlugen und traten sie ihn zusammen. Ein Freund, der ihm zur Hilfe eilen wollte, wurde ebenfalls verprügelt und mit einem Stein beworfen.
Die Richterin sprach von einer "allerletzten Chance" für das Duo. Die Bewährung sei wegen einer "positiven Sozialprognose" vertretbar, die Angeklagten gehen inzwischen einer Arbeit nach. Die Staatsanwältin hatte Haftstrafen ohne Bewährung gefordert. Ob sie Berufung einlegt, steht noch nicht fest. Die Angehörigen der Angeklagten brachen im Gerichtssaal bei der Urteilsverkündung in Jubel aus.
(SZ vom 09.04.2008/af)
Bundespräsident Gauck in Israel
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Schönen Urlaub! Und wenn Sie sich in die falsche Ecke abgeschoben fühlen, machen Sie sich nichts draus. Da werden Sie in Gesellschaft sein - ich warte da bereits auf Sie!
@Expat: Ok danke für die ausführlichen Antworten. Da lese ich jetzt doch raus das ich wie ich glaube sehr gut erkannt habe wo die Probleme hier im Land liegen. Das bestärkt mich doch wieder meine Argumente weiter vorzutragen und zu verteidigen auch wenn ich dafür in die falsche Ecke gestellt werde.
So liebes Forum, ich geh jetzt 3 Wochen in Urlaub viel spaß hier mann riecht sich später.
Ihre vierte Frage noch einmal zitiert:
"Und was sagen die Amis über das ganze in Deutschland? Sehen die nur Vorfälle wie in Mügeln oder wissen die auch das es eine radikale Gegenseite gibt?"
Antwort zweigeteilt:
a) Was ich in der Presse (bevorzugt die New York Times) lese (im Fernsehen existiert DE schlichtweg nicht):
Die Presse betet meist nach, was auch in der Süddeutschen steht.Also: Wir Deutschen nehmen die angeblich chancenlosen Ausländer nicht auf, es ist alles unsere Schuld. Dazu das "passende" Nebenthema: Wer kann auch etwas anderes erwarten von einem Land, das den Holocaust zu verantworten hat. Ziemlich undifferenziert. Nie wird geschrieben von der Gewaltbereitschaft der Eingewanderten - und wenn, dann wird sie wegerklärt - siehe die angebliche Chancenlosigkeit der jungen Einwanderer. Hin und wieder (SEHR selten) jedoch auch die Beobachtung, daß Deutsche sich ständig selbst zerfleischen und mit nichts von dem, was sie nach dem Krieg erreicht haben, zufrieden sind wo sie es doch sein könnten.
b) Meine Freunde und Verwandten halten uns Deutsche samt und sonders für total blauäugig und sagen, wir befänden uns, was den Islamismus angeht, auf einem Pulverfaß, das über kurz oder lang hochgehen werde. Ja, wir Deutschen verhielten uns geradezu sträflich leichtsinnig, diese Gefahren zu unterschätzen. Der Kreis der Menschen, die mir das sagen, stammt aus allen Schattierungen der politischen Lager hier. Sie sind samt und sonders auch intellektuell fähig, die Lügen der am. Politik - z.B. von GWB &Co - zu durchschauen.
Ihre dritte Frage noch einmal zitiert:
"Ich frage deshalb weil ich immer versuche zu erklären das ich unter den "Gethokids" (ich weis doo.fes Wort) schon immer einen stark Antideutschen Rassismus gemerkt habe"
Meinen Sie mit Ihrer Frage die jungen Einwanderer in DE? Wenn ja, so würde ich den von Ihnen beobachteten Rassismus gegen Deutsche als Reaktion der Einwanderer auf unsere ausgeprägte Neigung erklären, daß wir uns beständig selber schlechtmachen und deswegen gar nicht attraktiv für Einwanderer sein können. Manchmal wird auch das Bewußtseins eigenen (selbstverschuldeten oder unverschuldeten) Versagens auch umgeleitet nach außen: als Haß auf einen anderen.
Ihre zweite Frage noch einmal zitiert:
"Wie ist das mit dem Rassismus gegen die Weißen? Gibts den? Oder gibts nur die Vereinigungen wie z.B. White Defense?"
Ich habe Rassismus gegen mich als Weißen noch nicht erlebt. In einem Fall schien sich so was anzubahnen, ich habe dagegen protestiert, und mein schwarzes Gegenüber schwenkte sofort um. Wenn es rassistische Vereinigungen von Weißen gibt (ich habe nie von der Vereinigung "White Defense" gehört), so habe ich die nie ernstnehmen können, da sie zumindest in meinem Gesichtskreis (Ostküste, New York) nie in Erscheinung getreten sind. Ich glaube auch, daß solche Vereinigungen eher mit dem Verlust des Heimatgefühls zu erklären sind wie bei uns auch. Obwohl sich die USA immer als Schmelztiegel verstanden haben (wie wir in DE NIE!), waren sie sehr lange eine von weißen Angelsachsen dominierte Kultur. Das ist zunehmend nicht mehr der Fall, und einige wehren sich gegen die Übernahme ihres Landes und ihrer Kultur (inklusive ihrer Landessprache Englisch, neben dem jetzt weithin Spanisch als Zweitsprache herrscht), indem sie sich in entsprechenden Vereinigungen zusammenschließen. Der Fehler liegt (auch bei uns) daran, daß man Menschen nicht von heute auf morgen die Aufgabe des Begriffs Heimat (samt allem Liebgewordenen) verordnen kann, um ihnen stattdesssen eine (zumindest in den Augen der Wirtschaft) angeblich erforderliche Globalisierung samt den heutigen Völkerwanderungen aufzuzwingen, die sie orientierungslos und emotional unterernährt läßt.
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