Teure Lagen in der Münchner Innenstadt sind gesuchter denn je zuvor. Das Top-Objekt befindet sich nun im Angerhof.
Luxuswohnungen im Zentrum der Stadt werden immer teurer. Das Top-Objekt befindet sich nun im Angerhof, dem noch gar nicht fertiggestellten Büro- und Wohnhaus am Oberanger. 7,8 Millionen Euro kostet die Wohnung mit 500 Quadratmetern Fläche und 200 Quadratmetern Dachterrasse.
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Luxus pur: Der neue Oberanger. (© Foto: Alessandra Schnellnegger)
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Der Oberanger, der nur wenige Minuten vom Marienplatz entfernt liegt, war bis vor gar nicht langer Zeit nur ein lärmerfülltes "Stück Stadtautobahn ohne Anfang und Ende" (Oberbürgermeister Christian Ude). Nun ist dort fast alles umgebaut. Die Straße wurde deutlich schmaler, die Fußgänger haben jetzt einen grünen Boulevard mit Bäumen und Rasenflächen. Die neue Promenade wurde gestern offiziell eröffnet.
200 Quadratmeter Dachterrasse
Der Angerhof, ein modernes Büro- und Wohnhaus, das anstelle eines hässlichen Parkhauses aus den sechziger Jahren errichtet wurde, ist kurz vor der Fertigstellung. Mitte August soll dort auch der Technologiekonzern Linde mit seiner Zentrale einziehen. Wie so oft, wenn es ums Bauen in der Innenstadt geht, rückt die Frage des Wohnungsangebots in den Vordergrund. Der Trend zum Wohnen direkt in der Stadt ist ungebrochen - und vor allem der zum luxuriösen Wohnen. Im vergangenen Jahr kostete die teuerste in München verkaufte Wohnung, eine zweigeschossige Dachterrassen-Wohnung in den Lenbachgärten am Alten Botanischen Garten, 5,5 Millionen Euro.
Das Top-Angebot im Angerhof überbietet diesen Rekordpreis nun noch um einiges. 7,8 Millionen Euro kostet die 500 Quadratmeter große Wohnung mit 200 Quadratmetern Dachterrasse sowie fünf Garagenstellplätzen und Traumblick auf die Innenstadtsilhouette. "Die Nachfrage ist groß", berichtet Stefan Bäuerle, der beim Investor Wöhr und Bauer für die Vermarktung zuständig ist.
Seit drei Monaten werden die Wohnungen im Angerhof zum Verkauf angeboten. Die Hälfte ist schon weg. Die günstigste Wohnung beginnt bei einem Quadratmeterpreis von 8500 Euro. Keine Einheit gleiche der anderen, alle Wohnungen "können individuell gestaltet werden", sagt Bäuerle. Das große Plus sei die Lage: "Der Blick auf die Synagoge und der Viktualienmarkt in unmittelbarer Nachbarschaft, das ist unschlagbar."
Die Diskretion steigt mit dem Quadratmeterpreis
Wer ihn aber demnächst genießen wird - das ist nicht zu erfahren. Wie überhaupt die Diskretion im oberen Immobiliensegment an die Höhe der Quadratmeterpreise heranreicht: Die Rede ist stets nur von den "solventen, niveauvollen Kunden", auch davon, dass das gelegentlich Menschen sind, die eigentlich nicht in München wohnen, aber zum Beispiel für einen Theaterbesuch in die Stadt kommen und, um anschließend nicht noch stundenlang nach Hause gondeln zu müssen, auf 150 Quadratmetern über den Dächern der Innenstadt das Nötigste bereithalten. Zu den kommerziellen Mietern etwa in den Lenbachgärten gehören der Lifestylekonzern Condé Nast Publications und eine große Unternehmensberatung.
Gerüchte über die privaten Käufer gibt es natürlich. Amerikaner sollen groß im Geschäft sein. Und ein ehemaliger deutscher Fernsehmanager soll in den Lenbachgärten gleich zwei Wohnungen gekauft haben. Weil ihm die Abgeschiedenheit und Exklusivität hinter den Wächteraugen des Doorman noch nicht genug war, ließ er einen eigenen Lift in die Wohnungen einbauen. Bestätigen will das jedoch niemand - ebenso wenig wie die Namen der Mieter in den von Philippe Starck designten Wohnungen an der Thalkirchener Straße. Es ist, wie immer, etwas exklusiver, einen teuren Geschmack zu haben.
(SZ vom 18.06.2008/af)
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ist der Zug nach München und wieder raus (ganz frei nach Brecht). Man kann in München durchaus auch günstig und geräumig wohnen; man braucht halt Zeit und Vitamin B. Und jetzt, wo ich auf dem Land wohne und in Bayerns zweitschönster Stadt arbeite (Augsburg, ätsch München, ist über 2000 Jahre alt), kann man München richtig genießen. Mit dem Zug der nach München rein fährt und dann wieder raus.
...wenn man mal die preise für mieten vor ca. 10 jahren mit denen von jetzt vergleicht, dann ist die steigerung nicht so unglaublich hoch verglichen mit anderen städten wie z.b. berlin, wo es vor 10 jahren noch paradiesisch billig war. aber mittlerweile sind die preise gerade in den lieblingsvierteln der west-flüchtlinge dort auch nicht mehr so weit von münchen entfernt.
man kann hier aber auch in den meisten vierteln rund ums zentrum wohnen ohne riesen einkommen. man darf allerdings nicht erwarten dafür eine großzügig geschnittene mehrzimmer-wohnung mit balkon direkt vor der u-bahnhaltestelle zu bekommen, wobei man über solche angebote auch immer wieder mal stolpert. ein blick in die stadtteilanzeiger bringt desöfteren bezahlbare angebote zutage.
bei dem attraktiven und vielseitigen freizeitangebot in der hauptstadt verplempern sie ihre zeit damit, das beschauliche leben in der provinz zu kommentieren? beachtenswert.
in münchen ist das bewohnen einer mülltonne schon luxus.
Zitat: "Typen, die hier nichts verloren haben, hier nicht reinpassen, das Stadtbild einseitig und negativ verzerren..."
Tja, München besteht, wie die meisten anderen Metropolen auch, zu 80% aus Zugereisten.
Ohne diese wär München keine "Weltstadt mit Herz" sondern nur irgendein Dorf in Oberbayern.
Wem das nicht passt: Es gibt genügend Dörfer in Oberbayern, da sind die Mieten billig und man ist unter seinesgleichen!
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