Die Eisbach-Surfer kämpfen um ihr Revier. Ihre Welle soll wegen der vielen Unfälle im Eisbach geglättet werden. Nun wollen die Wellenreiter dagegen angehen - notfalls auch mit einem Bürgerbegehren.
Münchens Surfergemeinde kämpft um den Erhalt der Welle am Eisbach und will notfalls ein Bürgerbegehren starten, um weiter an der Prinzregentenstraße ins Wasser gehen zu können. "Wenn wir mit anderen Aktionen scheitern, sammeln wir auch auf der Straße Unterschriften für ein Bürgerbegehren", sagt Hobby-Surferin Petra Offermanns. Bereits jetzt fordert sie Sympathisanten auf, sich in eine Online-Unterschriftenliste einzutragen. Die Aktion solle zeigen, "dass wir eine breite Basis von Unterstützern haben".
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Die bloße Zahl der bisher aufgelisteten Namen auf der Internetseite rettet-die-eisbachwelle.de scheint ihr dabei recht zu geben: Mehr als 3.800 Menschen haben sich bisher eingetragen. Allerdings sind darunter viele Sympathisanten von außerhalb Münchens. Offermanns hat deswegen wie Christian Schramm, Chefredakteur eines Münchner Surfmagazins, Flyer entworfen, mit denen bei Münchner Bürgern um Unterstützung geworben werden soll. Eisbach-Surfen - Ja oder Nein? Was sagen Sie?
Sollten die Verantwortlichen bei der zuständigen Schlösser- und Seenverwaltung wie bei der Stadt München dem Surfbetrieb am Eisbach ein Ende machen, wollen die Surfer auch auf die Straße gehen und für ihre Welle demonstrieren. In der Szene besteht die Sorge, der Keil am Boden des Eisbachs, der die Welle verursacht, könnte dauerhaft entfernt werden.
Ausgelöst hat die Aktivität der Surfer das Drängen Thomas Kösters. Der Verwaltungschef des Englischen Gartens will erreichen, dass die Haftungsfrage geklärt wird, und damit eine Situation wie 2003 vermeiden. Damals war ein Kind im Eisbach umgekommen. Die Staatsanwaltschaft prüfte daraufhin, inwieweit Köster als Vertreter des Eigentümers - des Freistaats Bayern - auch persönlich haftbar ist. Das Verfahren wurde eingestellt.
Mit dem bestehenden Badeverbot ist er dennoch nicht auf der sicheren Seite, weil die Surfer eben seit Jahren geduldet werden. "Ich will keine Duldung mehr", sagt Köster nun. Die Verwaltung des Englischen Gartens wie die Stadt München müssten klären, wie sich die Situation legalisieren lasse. "Über den Winter will ich eine Lösung."
Die Surfer wollen ihren Teil dazu beitragen. Anfang November wollen sich Vertreter des Vereins "Großstadtsurfer e.V." mit den Verantwortlichen des Englischen Gartens sowie dem Bau- und dem Umweltreferat der Stadt München zu einem Gespräch treffen. Eisbach-Surfen - Ja oder Nein? Was sagen Sie?
(SZ vom 9.10.2007)
Analyse des DFB-Kaders
Die neueste Antwort
ich finde es wirklich sehr amüsant, wie sich hier die leute über den eisbach und dessen gefahren aufregen (wahrscheinlich ist keiner von denen je im eisbach geschwommen bzw. hat ihn gesurft!!!)
ich empfehle diesen leuten mal ein wenig recherche über die allgemeinen gefahren von gewässern zu betreiben.
als erste anregung die unfallstatistik vom bodensee:
www.kapo.tg.ch/documents/2006-11_Grafiken_Unfallstatistik_international.pdf
aus dieser statistik kann man entnehmen, dass von 2002- 2006 durchschnittlich ca. 11 Menschen pro Jahr im Bodensee umgekommen sind und es weit mehr verletzte pro Jahr gab!!!! soll man den bodensee nun trocken legen bzw. das baden dort verbieten??? Bedenken sie dies bitte bei ihrer argumentation liebe surf/schwimmgegner!!!!
in gewässern(egal ob fließenden oder stehenden) zu baden bzw. zu surfen ist nun mal nicht ganz ungefährlich genauso wie autofahren (um einiges gefährlicher), skaten, laufen, fliegen, tanzen usw.
wir leben in deutschland zum glück immer noch in einer einigermaßen freiheitlichen welt und deshalb finde ich den menschen sollte die wahl gelassen werden (solange sie niemand anderen gefährden, was im eisbach eindeutig nicht der fall ist), auf welches risiko sie sich einlassen wollen und auf welches nicht. ansonsten könnten wir anfangen alles zu verbieten, wo die gefahr eines unfalls besteht (so ziemlich alles auf der welt)
in diesem sinne:
RETTET DIE EISBACHWELLE!!!!!
ps:
Gesurft wird jetzt immer noch, aber baden geht keiner mehr......
Wie schon mehrfach beschrieben, ist die Gefahr von Unfällen, auch tödlichen, durch Schwimmer im Bach nicht durch ein Verbot des Surfens erreichbar. Auch weiterhin werden, vorallem Jugendliche und hundert Weiterer in den heißen Sommertagen in den Bach springen, um mehr oder weniger weit zu schwimmen.
Gerade Schilder mit einem Verbot werden eher dazu anstiften, dieses zu übergehen, besonders wenn es scheinbar nicht vor einer Gefahr schützt.
Es wäre wesentlich sinnvoller, in alle gängigen touristischen Sprachen, auf die tatsächlichen Gefahren und die bisherigen tödlichen Unfälle hinzuweisen.
Da die Surfer und ihre Welle mit diesen Unfällen nichts zu tun haben (diese ereigneten sich allesamt weiter weg, soviel ich weiß), sollte man den Surfern ihr Gewohnheitsrecht (über 20 Jahre) zuerkennen.
Zudem wäre eine strikte Trennung zwischen Surfern und möglichen Badenden sinnvoll, da sich die Surfer dann auch mit Recht darauf berufen könnten.
Ebenso sollte in allen offiziellen Münchenführern auf diese Gefahren hingewiesen werden, so wie bisher auf die Attraktion der Surfer hingewiesen wird und im Sommer Busse voll Fremden vor der Brücke abgeladen werden, um diesem Spektakel zu huldigen
Sind denn nicht schon genug Surfer dort gestorben???
Das isses ja ... dort ist noch nie ein Surfer gestorben.
Das waren "Eisbachschwimmer" ...
An der "stehenden Welle" aka "Surferwelle" kann man nicht ertrinken, da wird man nur mitgeschwemmt und kann danach relativ einfach im Kehrwasser aus dem Eisbach raus.
Ertrinken kann man in der Wasserwalze am Wehr 150m vor der Haltestelle Tivolibrücke, an der Verzweigung, wenn man unter die Steine gerät (Kind vor zwei/drei Jahren) und wenn man zu besoffen ist und in den Bach fällt.
Diese Information scheint bei Dir noch nicht angekommen zu sein.
Deswegen wehren sich schon über 4200 Menschen dagegen. www.rettet-die-eisbachwelle.de
Haben die Leute, die ein Bürgerbegehren für das Beibehalten der Eisbachwelle anstreben, nichts Besseres zu tun?
Meines Erachtens ist es sinnvoller, das Bürgerbegehren gegen den Transrapid zu unterstützen, als so einen Schwachsinn. Sind denn nicht schon genug Surfer dort gestorben???
Paging