Erding "Alles läuft planmäßig"

Auch die Bürgerinitiativen mit ihren Mahnfeuern und Unterschriftenaktionen gegen eine B15 neu durch den Landkreis haben wertvolle Arbeit geleistet.

(Foto: Renate Schmidt)

CSU-Kreisverband ist mit den Projekten im Bundesverkehrswegeplan richtig zufrieden

Von Wolfgang Schmidt, Erding

Der Erdinger CSU-Kreisverband nimmt für sich in Anspruch, mehrere Verkehrsmaßnahmen von entscheidender Bedeutung für die Flughafenregion auf den Weg gebracht zu haben. "Alles läuft planmäßig", sagte der Bundestagsabgeordnete Andreas Lenz zu den Projekten, die Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan 2015 gefunden haben. Vom Bundesverkehrsministerium werden der Ausbau der B 15 und die Maßnahmen zur Ortsumfahrung von Erding, Grünbach, Moosinning und Taufkirchen untersucht. Welchem Projekt dabei der Vorrang erteilt werde, sei allein Sache von Alexander Dobrindts Behörde, der Landkreis habe darauf keinen Einfluss mehr, sagte der Erdinger Landrat Martin Bayerstorfer bei einem Pressegespräch der Kreis-CSU.

Richtig zufrieden sind die örtlichen Christsozialen mit dem, was man im Bezug auf den Ausbau der B 15 erreicht hat, die eine leistungsfähige Verkehrserschließung zwischen Landshut und der B 12/A94 sicher stellen soll. Am wichtigsten ist Bayerstorfer der Punkt, dass eine B 15 neu auf einer westlichen Trasse parallel zur bestehenden Verkehrsader quer durch den Landkreis Erding "vom Tisch ist". Im Topf befinden sich zur ergebnisoffenen und gleichgewichtigen Prüfung zwei alternative Trassen: Eine Variante besteht im Ausbau der Bestandstrasse der B 15 mit Ortsumfahrungen, die zweite besteht in der bereits raumgeordneten Trasse der B 15 neu durch den Landkreis Mühldorf. Ob die B 15 jetzt zwei-, drei- oder vierspurig ausgebaut werde, ist für Lenz beim jetzigen Stand der Dinge keine vordringliche Frage. Wichtiger sei jetzt, dass etwas vorangehe. Denn Dorfen, Taufkirchen und St. Wolfgang warteten seit 15 Jahren auf Ortsumfahrungen. Diese seien besonders im Zusammenhang mit dem Bau der A 94 wichtig, die in Zukunft den direkten Weg zwischen München und Wien darstelle.

Bayerstorfer lobte ausdrücklich das Engagement der Bürgerinitiativen mit ihren Mahnfeuern und Unterschriftenaktionen, auch die Landtags- und Kreis-SPD vergaß er nicht in seinem Dank für tatkräftige Unterstützung zu erwähnen. Und wenn es auch nicht immer so ausgesehen haben mag, auch Ministerpräsident Horst Seehofer habe sich ein dickes Lob verdient, fand der Erdinger Landrat, denn der habe "exakt Wort gehalten, ohne einen Zentimeter Abweichung".

Darüber hinaus befindet sich im Bundesverkehrswegeplan 2015 der Ausbau der Autobahn A 94 von Pastetten über Dorfen nach Heldenstein. Der genannte Abschnitt soll 2019 schon befahrbar sein, was Bayerstorfer mit den Worten kommentierte, er sei "gespannt, ob das geleistet werden kann".

Und schließlich gibt es noch den Posten "Erdinger Ringschluss mit Walpertskirchner Spange", wo man so "weit sei, wie noch nie", sagte der Erdinger Landrat. Zum Zeitplan: Die Neufahrner Kurve soll voraussichtlich 2018 fertiggestellt sein. Für den Lückenschluss vom Flughafen bis zur Stadtgrenze Erding ist vor wenigen Tagen das Planfeststellungsverfahren eingeleitet worden, Fertigstellung soll 2022 sein. Für den Stadtbereich Erding soll die Planfeststellung im zweiten Halbjahr 2015 beantragt werden.