Nicht nur das Essen schmeckt, auch architektonisch überzeugt das Dukatz nach seinem Umzug in den Schäfflerhof.
Münchens Innenstadt: Höfe, so weit das Auge des Passanten reicht. Das heißt, genaugenommen reicht das Auge eben nicht weit. Das liegt ja im Charakter der Höfe, dass sie von Gebäuden umstellt sind und sich so dem Blick des ahnungslos Vorbeiwandernden entziehen.
Exquisit schmausen im Dukatz. (© Foto: Stephan Rumpf)
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Gewusst wo, darauf kommt's also an. Und siehe, sobald man zu wissen begehrt, wo genau denn der Schäfflerhof liege, schüttelt selbst manch alteingesessener Münchner ratlos den Kopf.
Dabei birgt akkurat der Schäfflerhof, der als gewissermaßen sechster der Fünf Höfe zwischen Theatiner-, Maffei, Windenmacher- und Schäfflerstraße liegt, nicht nur eine gastronomische, sondern auch eine architektonische Attraktion. Und was das Beste ist: Beide Vorzüge ergänzen sich aufs Schönste.
Das war nicht immer so. Vor acht Jahren hatte der Tessiner Architekt Ivano Gianola das von ihm neu gestaltete Areal mit einer spektakulären Pointe versehen: Von der Nordostseite her schiebt sich in fünf Metern Höhe eine komplette Etage als spitzer Betonkeil freitragend in den Schäfflerhof hinein.
Selbst strenge Kritiker waren begeistert über Gianolas kühnen Einfall - und murrten zugleich, leider ließe sich die Attraktion nur von außen genießen. Das in jenem Gebäude untergebrachte Restaurant (ehedem das Ca' Brunello) jedoch sei mit hässlichen Designermöbeln vollgestellt. Und der spitzwinklige Grundriss eigne sich leider überhaupt nicht zum Restaurantbetrieb.
So gesehen war es Glück im Unglück, dass der Literaturbürokrat Reinhard G. Wittmann im letzten Jahr all seinen Ehrgeiz darein setzte, die bis dahin hoch erfolgreich agierenden Betreiber des Restaurants DUKATZ aus dem Münchner Literaturhaus zu vertreiben. Die Dukatz-Crew zog in den Schäfflerhof, zunächst unter hörbarem Zähneknirschen auch vieler Stammgäste.
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Die neueste Antwort
Das Literaturhaus konnte da architektonisch viel mehr überzeugen.
mit "einer spektakulären Pointe", ist wohl der unaussprechliche Fortsatz des Gebäudes in den Innenhof gemeint. Unter diesem hindurchzugehen lässt immer ein wenig Unwohlsein aufkommen, schliesslich wirkt das Ganze so schwer, dass man Angst hat, ein Hausteil könnte einem auf den Kopf fallen. Die Dukatz-Crew sollte unter die auskragende Ecke mal schön eine nette Säule drapieren. Wenigstens stehen die unsäglichen Starck-Stühle der Vorgänger da nicht mehr im Hof.
Zum Glück wirkt sich die Architektur nicht negativ auf die Küche aus......