Nach der Kommunalwahl - Warum das sonst vom Aussterben bedrohte rot-grüne Bündnis das Wir-Gefühl der Großstädter besetzt.
Die drei Herren betraten den Raum mit der Selbstsicherheit von Preisboxern nach einem k.o.-Sieg in der ersten Runde. Freundlich nahmen sie Huldigungen entgegen, grimmig lächelten sie, wenn die Rede auf den gedemütigten Gegner kam, und sie versäumten in keiner Weise, den eigenen Weg zum Knock-out jenen zu empfehlen, deren linke Gerade technisch noch einige Wünsche offen lässt.
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Münchens OB Christian Ude (SPD) regiert München wieder mit einem rot-grünen Bündnis. (© Foto: Stephan Rumpf)
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Als Christian Ude, Ulrich Maly und Thomas Jung vergangene Woche in der Münchner SPD-Zentrale erschienen, waren drei Oberbürgermeister zu sehen, die, wie Hausherr Franz Maget jubilierte, "uns gezeigt haben: Die CSU ist zu schlagen". Ude, München: 66,8 Prozent. Maly, Nürnberg, 64,3. Jung, Fürth, 80,1! Jung erzählte von den 91 Prozent, die er im besten Stimmbezirk geholt habe, und witzelte: "Davon kann selbst der russische Präsident nur träumen."
Was hat der bloß, was ich nicht habe? So lautet von alters her die Litanei des verlassenen Liebhabers. Und die SPD, in Wiesbaden so fulminant gescheitert, scheint sonst vom Wähler verlassen. Was hat die SPD in Bayerns Großstädten, was sie in den Ländern (und auf dem Land) nicht hat?
Ein Wahlergebnis wie in München setzt sich, im Abstand von einer Woche betrachtet, aus vielen Mosaiksteinen zusammen. Das Gesamtbild aber ist klar erkennbar: Der SPD und den Grünen ist es hier gelungen, die Mitte zu besetzen.
Die Mitte, das ist ein Schlüsselbegriff aus den ersten Schröder-Kanzlerjahren. In der Mitte der Gesellschaft, so lautete nach vielen dürren Jahren der Opposition das Motto der SPD, und nur in der Mitte sei die Kohl-CDU zu schlagen; und dort siegte Schröder 1998.
Unvergessen sind seine Worte zu Franz Müntefering, als der den Slogan "Die Mitte ist rot!" plakatierte. Schröder ironisch: "Aber die Mitte ist doch blau, Franz!"
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Die neueste Antwort
Sehr lächerlich mit welchen Unterstellungen Sie sich gemüßigt sehen hier zu "arbeiten".
Weder bin ich beim RCDS noch stänkere ich hier rum. Ein Bombardement von Lügen und Halbwahrheiten hat der OB im Wahlkampf gebracht, Stichwort Volksbegehren, Stichwort Wegschauen bei Gewalt, Stichwort Transrapid.
Aber wahrscheinlich glauben Sie ihm auch die Mär von der Express-S-Bahn die im Jahr 2020 für 2 Milliarden Euro vielleicht fahren soll.
Bis dahin kann man ja das Auto nehmen.
Kein Wunder, dass gerade die Jugend Parteiverdrossen ist, bei solch einer Desinformation.
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Fals die Kommunalwahl eine Abstimmung mit den Füßen gegen das Rauchverbot gewesen sein soll, hat es die falschen "erwischt."
Mal sehen was das Ude-SPD-Wahlversprechen taugt:
"Ich machs noch 6 Jahre."
wahlbeteiligung lag bei 47%!! noch fragen! fakt ist also
das mehr als die hälft mit die müncher parteien nichts mehr anfangen können;
und so relativieren sich auch der wahlausgang! meiner meinung nach mehr für den sieger als den verlierer!!
mfg.
Ude 66,8% = + 2,3%
SPD-Stadtratsfraktion 39,8% = - 2,1% (in den BA's ist die Tendenz ähnlich)
Eine Gleichsetzung ist in meinen Augen also nicht zulässig.
Übrigens auch interessant
Schmid 24,4% = -4,8%
CSU-Stadratsfraktion 27,7% = -8,4%
Es geht nicht darum den Wahlsieg von Ude und meinetwegen auch von rot-rosa-grün schlecht zu reden, sodern darum der in diesem und einem anderen Artikel ("Triumph für die Münchner SPD") erfolgten (falschen ) Gleichsetzung von Ude und SPD zu widersprechen.
Nochmals die Fakten (übrigens findet man die bei der SZ-online auch viel zu selten):
Ude 66,8% = + 2,3%
SPD-Stadtratsfraktion 39,8% = - 2,1% (in den BA's ist die Tendenz ähnlich)
Eine Gleichsetzung ist in meinen Augen also nicht zulässig.
Übrigens auch interessant
Schmid 24,4% = -4,8%
CSU-Stadratsfraktion 27,7% = -8,4%
Die Verluste des Herrn Schmid sind geringer als die der CSU bzw. beide haben ein ähnlich niedriges Niveau erreicht.
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