Bundeskriminalamt Mordserie gegen türkische Kleinunternehmer

Nach Untersuchungen des Bundeskriminalamts handelt es sich um dieselbe Waffe, mit der Döner-Verkäufer in Rostock, ein Obsthändler in München, ein Gemüsehändler in Hamburg, ein Schneider in Nürnberg sowie ein Blumengroßhändler in Nürnberg erschossen worden waren.

Der in Nürnberg ermordete Inhaber einer Dönerbude ist Opfer einer Mordserie. Mit derselben Pistole seien bereits fünf andere türkische Kleinunternehmer in München, Nürnberg, Hamburg und Rostock erschossen worden, teilte das Nürnberger Polizeipräsidium mit.

Es sei möglich, "dass die Opfer in Verbindung mit türkischen Drogenhändlern aus den Niederlanden standen". Für Hinweise zur Aufklärung der Morde wurde eine Belohnung von 20.000 Euro ausgesetzt.

Durch Kopfschuss hingerichtet

Der 50-jährige Imbissbesitzer war am Donnerstag mit einem Kopfschuss aus einer Pistole Kaliber 7,65 getötet worden. Nach Untersuchungen des Bundeskriminalamts handelt es sich um dieselbe Waffe, mit der im Februar 2004 ein 25-jähriger Döner-Verkäufer in Rostock, im August 2001 ein Obsthändler in München, im Juni 2001 ein Gemüsehändler in Hamburg und ein Schneider in Nürnberg sowie im September 2000 ein Blumengroßhändler in Nürnberg erschossen worden waren.

Die Morde seien zielgerichtet und während der Tageszeit verübt worden. Die Opfer seien zuvor wahrscheinlich bedroht worden: Zeugen hätten jeweils Tage vorher verbale Auseinandersetzungen mit bislang unbekannten Personen beobachtet. Inzwischen lägen "Hinweise auf einen möglichen Bezug der Opfer zur Drogenszene vor".