24. Januar 2013 17:01 Kürzere Wartezeiten auf dem Amt KVR startet Internet-Offensive

Schluss mit dem Rumsitzen: Schon bald können die Münchner ihre Termine beim Kreisverwaltungsreferat online vereinbaren und so das lästige Warten vermeiden. Für viele Anliegen muss man dann nicht mal mehr persönlich erscheinen - das Heiraten gehört da aber nicht dazu.

Von Silke Lode

Die langen Schlangen im Kreisverwaltungsreferat (KVR) sollen kürzer werden. Noch in diesem Jahr will KVR-Chef Wilfried Blume-Beyerle eine Terminvergabe über das Internet einführen. In der Kfz-Zulassungsstelle an der Eichstätter Straße sowie in Teilen des Ausländeramts an der Poccistraße sollen von Ende 2013 an Termine auch online vereinbart werden können.

Wer einen neuen Pass beantragt, muss jedoch nach wie vor warten. "Wenn ein Vorgang nur fünf Minuten dauert, macht es keinen Sinn, Termine einzuführen", sagt Blume-Beyerle.

Der Bürgeransturm auf das KVR soll jedoch nicht nur mit Online-Terminen besser gesteuert werden. So setzt das KVR darauf, dass die Münchner sich bei möglichst vielen Anliegen gar nicht mehr auf den Weg zum Amt machen müssen. "Wenn es zum Beispiel um Informationen oder Formulare geht, versuchen wir möglichst viel über das Internet oder über Callcenter anzubieten", sagt Blume-Beyerle. Nur Unterschriften, Fingerabdrücke oder Jawort und Ringtausch müssen nach wie vor im KVR geleistet werden.

Blume-Beyerle geht es beim Thema Parteienverkehr um zwei Anliegen: Bürgerservice und Mitarbeiterentlastung. "Wir haben in München mehr Einwohner, mehr Geburten, aber weniger Mitarbeiter", stellt der KVR-Chef fest. "Damit sich die Qualität unserer Dienstleistungen nicht verschlechtert, setzen wir auf Technik."

Blume-Beyerle hofft auch auf die Einführung einer elektronischen Unterschrift in Bayern: "Dann müssten die Bürger noch seltener kommen." Die Online-Termine sollen aber nur ein zusätzliches Angebot sein, nach wie vor könnten die Leute auch ohne Termin vorstellig werden.

Der Behörde entstehen durch den neuen Service Kosten in sechsstelliger Höhe. Für die Ausländerbehörde sind 224.000 Euro veranschlagt, für die Kfz-Zulassungsstelle und die Führerscheinbehörde stehen die Kosten des Projekts nicht fest.