Fernsehpreis Neuer Panther

Der Bayerische Fernsehpreis wird 2016 erstmals von Sky übertragen - für den Marktführer im Pay-TV ist das die Anerkennung, mehr zu sein als nur eine Abspielstation für Blockbuster. Ob die Verleihung aber auch frei empfangbar sein wird, ist noch ungewiss.

Von David Denk

Pay-TV ist kein Ladenhüter mehr. 90 Sender erreichen in Deutschland inzwischen sieben Millionen Abonnenten und erwirtschafteten im vergangenen Jahr 2,2 Milliarden Euro. Das hat sich offenbar mittlerweile bis ins -dem Privatfernsehen ohnehin zugetane - Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien herumgesprochen, das nun dem Marktführer eine besondere Ehre erweist: Sky Deutschland wird in dessen Auftrag am 3. Juni 2016 zum ersten Mal den Bayerischen Fernsehpreis gestalten und übertragen, der von der Bayerischen Staatsregierung seit 1989 jährlich vergeben wird. Damit wird der Münchner Anbieter mit mehr als vier Millionen Kunden aufgenommen in den Kreis der Sender, welche die Gala bislang in wechselndem Turnus ausrichteten: BR, Pro Sieben Sat 1, RTL, ZDF/3sat.

Ob die 28. Verleihung nur verschlüsselt oder auch frei empfangbar sein wird, ist noch unklar. Eine Sky-Sprecherin verspricht: "Wir werden unser Bestes geben, die Verleihung einer größtmöglichen Zuschauerschaft zugänglich zu machen." Details sollen Anfang des Jahres folgen.

Für Sky bedeutet die Entscheidung aus dem Ministerium von Ilse Aigner einen Zugewinn an Prestige und Einfluss in der Branche und darüber hinaus sowie die Anerkennung, längst mehr zu sein als eine reine Abspielstation für Blockbuster.

Die "Blauen Panther" werden von einer unabhängigen Jury in fünf Kategorien ausgewählt und vom Ministerpräsidenten verliehen. Die Dotierung richtet sich nach den verfügbaren Haushaltsmitteln.