Die Lagerung spielt eine entscheidende Rolle für Güte und Charakter von Whisky. Und wie so oft: Je älter, desto reifer ist der Stoff. Aber nicht unbedingt auch immer besser.
Dass Whisky durch Reifung in Holzfässern enorm an Qualität hinzugewinnt, ist eine zentrale, gleichwohl eher zufällig erworbene Erkenntnis: Als nämlich irgendwelche Brenner dermaleinst diese Spirituose unmittelbar nach der Destillation wie üblich in Krüge abfüllen wollten (Flaschen waren damals noch eher selten), aber keine vorfanden. Also notgedrungen ab damit in ein Fass, das gerade herumstand.
Traditionelles Lagerhaus in der Lagavulin-Destillerie: Die Whisky-Fässer reifen in dunkler, kühler und feuchter Atmosphäre. Und in gerade mal zwei Etagen. (© Foto: Andreas Schätzl)
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Vermutlich dürfte das Fass zufällig aus Eichenholz gefertigt gewesen sein, und genau das hat dann wohl auch eine "Lagerungslawine" losgetreten: Die Brenner bemerkten, dass diese Verwahrung dem Whisky gutgetan hatte - er war deutlich milder und weicher als direkt nach dem Brennen, und das musste was mit der Fasslagerung zu tun haben. Also probierte man dieses zunächst zufällige Procedere gezielt aus, und schon war ein neuer Weg beschritten - Zufälle haben die Menschheit schon so oft nach vorne gebracht.
Komplexe Prozesse
In der Tat vollziehen sich bei der Lagerung von Alkohol in Holzbehältnissen komplexe physikalische und biochemische Prozesse, die unter anderem mit dem Austreten von unerwünschten Substanzen aus dem Fass und der Zufuhr von Luft in das Fass zu tun haben, aber auch mit gegenseitiger Beeinflussung von Holz und Destillat. So reichern unter anderem Lignin, Tannine und Holzextrakte das Destillat während der Lagerung an. Aber: Es muss Eichenholz sein. Nur dieses hat jene poröse Struktur, welche die ungewollten Stoffe nach außen und Sauerstoff nach innen diffundieren lässt und so den mildernden Reifeprozess bestimmt.
Der new make, also das Rohdestillat (Whisky darf es sich in Schottland erst nach mindestens drei Jahren im Fass nennen!), lagert und reift meist in Fässern aus amerikanischer, aber auch aus europäischer Eiche. Vorwiegend kommen die Fässer aus den USA und aus Spanien und Frankreich.
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Mit Whisky oder Whiskey ist eigentlich immer die gleiche Getränkegattung gemeint. Die Unterschiede ergeben sich also weniger aus der Schreibweise als mehr durch die Rohstoffe und/oder die Art, der Produktion und Reifung.
Whisky/Whiskey sind - entgegen anders lautender Gerüchte - KEINE Herkunftsbezeichnungen. Es ist also NICHT so, dass Whiskey für jene Getränke der Gattung aus Schottland/Irland steht und Whisky für die amerikanischen Destillate.
Unterscheiden kann man eher zwischen Single Malt, Bourbon, Rye o.ä. Wobei mit Scotch, Irish, American wieder die Herkunft bezeichnet wird.
Ich für meinen Teil bevorzuge hochwertige torfig-rauchige Single Malts aus schottischer Produktion wie zum Beispiel den mir hervorragend schmeckenden Ardbeg Supernova. Allerdings verschmähe ich auch nicht den Rye der Tuthilltown-Destille aus New York. Mit Bourbon kann man mich jagen. Letztendlich ist es aber Geschmackssache.
Nachdem hier im Artikel sowie in den Kommentaren überwiegend Scotch diskutiert wird, wollte ich doch noch mal kurz darauf hinweisen, daß es auch noch die irische Variante gibt, welche hier komplett ignoriert wird.
Das Wort Whiskey stammt übrigens aus dem Gälischen (Uisce beatha = Wasser des Lebens).
liegt auch in der Art des Trinkens - ich habe noch nicht viele Doppelkorn gesehen (eigentlich keinen), bei dem das Riechen die eine Hälfte des Genusses war.
Der Unterschied zwischen Whisky und Doppelkorn liegt ausschliesslich in der Lagerung.
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Und in der Mälzung. Die Gerste für Doppelkorn ist in der Regel nicht gemälzt.
Pedro Jiménez (oder Ximénez) ist eine Rebsorte, Oloroso eine dunkle und kräftige Sherryart. Auf die Idee mit den Fässern sollen die Schotten angeblich gekommen sein, als die Reste der besiegten Armada Invencible Großbritannien nördlich zu umschiffen versuchten, wobei viele Schiffe sanken und die spanischen Weinfässer an Land gespült wurden. Der Unterschied zwischen Whisky und Doppelkorn liegt ausschliesslich in der Lagerung.
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