Rauchen während der Schwangerschaft Und sie qualmen weiter

Erschreckende Zahlen liefert eine Studie der Universität Greifswald: Jede fünfte Frau verzichtet nicht aufs Rauchen - trotz Schwangerschaft.

Jede fünfte schwangere Raucherin verzichtet trotz der enormen Gesundheitsgefahren für das Kind nicht auf Zigaretten. Das ergab eine Studie der Universität Greifswald, die in der "Deutschen Medizinischen Wochenschrift" veröffentlicht wurde. Die Wissenschaftler hatten über drei Jahre fast 4.000 Wöchnerinnen in Mecklenburg-Vorpommern zu ihrem Rauchverhalten befragt.

Rauchen während der Schwangerschaft: iStockphotos

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Die Gründe für das unvernünftige Verhalten könnten im Alter und in der mangelnden Bildung liegen: Schwangere unter 25 Jahren rauchen der Untersuchung zufolge 2,5 Mal häufiger als Schwangere über 30 Jahre.

Außerdem qualmte jede zweite werdende Mutter mit geringem Bildungsgrad noch während der Zeit vor der Geburt. Unter den Schwangeren mit mehr als zehn Jahren Schulbildung waren es nur 4,4 Prozent.

Das Nikotin aus dem Tabakrauch verengt die Blutgefäße und gefährdet die Versorgung des heranwachsenden Kindes mit Sauerstoff und Nährstoffen. Viele Kinder bleiben im Wachstum zurück.

Nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft werden 30 bis 40 Prozent aller Mangelgeburten und bis zu 14 Prozent aller Frühgeburten durch Rauchen in der Schwangerschaft verursacht. Auch Fehlgeburten werden begünstigt.