Endlich, da ist der Beweis, werden jetzt viele sagen. Schließlich haben viele Menschen Angst vor Handystrahlen und sind deshalb voller Misstrauen gegen die ganze Technik: Sendeantennen genauso wie die Mobiltelefone am Ohr des Nachbarn oder des eigenen Kindes.
Die Wissenschaft muss es aber genauer nehmen als der Laie, und hat sich deshalb Jahre lang schwer getan, die Gefahr durch Handys zu bewerten. Erst langsam, so scheint es, nähert sie sich der Erkenntnis, dass Handys mindestens die Entstehung von Hirntumoren fördern können, wenn man sie lange und intensiv benutzt.
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Aber es ist noch kein Beweis, eher ein begründeter Verdacht. Weitere Studien müssen folgen, die Wissenschaftler und das Laien-Publikum müssen es ertragen, wenn auch die neuen Daten wieder erst einmal zerpflückt werden.
Es ist auch gute wissenschaftliche Methode, Ergebnisse von Kollegen gnadenlos zu kritisieren. Der Effekt, dem sie alle gemeinsam nachspüren, ist offenbar klein, sonst hätte er sich längst stärker gezeigt. Und um Verschwörungstheorien entgegenzutreten: Die Forscher mühen sich redlich, haben genug Geld und hängen nicht sämtlich am Gängelband der Mobilfunkindustrie.
Weitere Beobachtung nötig
Um die möglichen Gefahren weiter zu erforschen, müssen Forscher Handynutzer genauer beobachten. Noch genügen die Argumente nicht, der boomenden Mobilfunk-Wirtschaft Fesseln anzulegen.
In der Zwischenzeit sollten alle Beteiligten Vorsicht walten lassen, möglichst wenig und nur bei gutem Empfang telefonieren. Aber auch die Handy-Industrie sollte die Sorgen ernst nehmen. Seit Jahren weigert sie sich zum Beispiel, strahlungsarme Geräte für das Umweltsiegel "Blauer Engel" anzumelden. Diese Verdummung der Kunden muss aufhören.
Im einst stabilen und friedlichen Staat Mali errichten Islamisten, Separatisten und Terroristen das Afghanistan Afrikas. Seite 3 Jetzt lesen ...
(SZ vom 31.1.2007)
Vorsorgetipp
Verlangen Sie, als Handynutzer einen monatlichen Verbindungnachweis bzw. Minutenangabe der Verbindungen von ihrem Mobilfunkbetreiber.
Erkranken Sie nach 10 Jahren Handynutzung an einem Gliom, können Sie genauere Angaben über ihr Nutzerverhalten bezogen auf Ihre Handynummer nachweisen.
Frei nach dem Motto "Wenn eine Gerade als Ergebniss gewünscht ist, dann messe ich eben nur zwei mal", werden hier die in Expertenkreisen stark unstrittenen REFLEX-Teilergebnisse und die schwachen Hinweise der Teilergebnisse von INTERPHONE dahergenommen, um eine imaginäre Gefahr zu "beweisen". So einfach ist die Welt?
Aber was machen wir dann mit den über 500 peer reviewed Studien zum gleichen Thema, die bei der Weltgesundheitsorganisation nachgelesen werden können, und die zur gegenteiligen Erkenntniss kommen?
Ich finde es immer wieder erschreckend, mit wie wenig Fachwissen sich selbternannte Experten zum Schützer der Menschheit emporschwingen wollen, ohne die Liane erkennen zu können.
VG
D
Bei einer stetig wachsenden Population mit zu erwartenden 9 Milliarden Bewohnern dieser Welt im Jahre 2040 ist jede Populationskontrolle willkommen.
Spass beiseite: was hier veröffentlicht wurde war ja hoffentlich bisher jedem klar.
Eine zuvor von der EU in Auftrag gegebene Studie, welche Zellkulturen und deren Veränderung unter Mobiltelefonäquivalenter Strahlung zu untersuchen hatte, kam zu noch drastischeren Ergebnissen, welche zunächst allerdings der Bevölkerung vorenthalten wurden. So wurden diese und andere Studien nur einem medizinischen Fachpublikum eröffnet.
Hierbei zeigte sich, dass unter elektromagnetischer Strahlung die Rate des selbstinduzierten Zelltodes stark anstieg, ein Zeichen für einen Anstieg der fehlerhaften Erbinformation in diesen Zellen. Das für sich wäre noch kein Problem. Wenn aber häufiger Erbinformationsbrüche oder -fehler entstehen, kann es auch einmal geschehen, dass diese unbemerkt zum entstehen des Krebs führen, wie sich nun in Langzeitstudien am Menschen zeigten.