Saufen bis der Arzt kommt: Immer mehr Jugendliche müssen nach Alkoholexzessen im Krankenhaus behandelt werden - erstmals mehr Mädchen als Jungen.
Immer mehr Kinder und Jugendliche landen nach Alkoholexzessen im Krankenhaus. Im Jahr 2007 wurde 23.165 junge Leuten zwischen zehn und 20 Jahren mit Alkoholvergiftung in Kliniken behandelt - so viele wie nie zuvor.
Bis zur Besinnungslosigkeit saufen: Das machen immer mehr Jugendliche. (© Foto: ddp)
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Das hat die Drogenbeauftragte Sabine Bätzing (SPD) mitgeteilt. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Zahl um 20 Prozent zu.
Seit der ersten Erhebung im Jahr 2000 ist es ein Anstieg um 143 Prozent. "Eine wirklich erschreckende Entwicklung ist der rasante Anstieg bei den Mädchen", so Bätzing.
Fast 2000 Mädchen und mehr als 1800 Jungen zwischen zehn und 15 Jahren waren so stark betrunken, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Die Zahl der betroffenen Mädchen habe sich seit dem Jahr 2000 verdoppelt.
Bätzing kritisierte, der Jugendschutz werde nicht genug beachtet. Der Verkauf von Alkohol unter 16-Jährige ist verboten. "Die Selbstkontrolle der Alkoholwerbung muss deutlich verbessert werden und Verstöße müssen hart sanktioniert werden."
Vor allem forderte sie ein strenges Vorgehen bei Werbung, die sich gezielt an Jugendliche richtet - "wie bei einigen Biermischgetränken". Die Drogenbeauftragte rief die Bundesländer dazu auf, nach dem Beispiel Niedersachsens unter Federführung der Polizei flächendeckende Testkäufe zu machen.
Bei Testkäufen besorgen Jugendliche unter Aufsicht der Behörden Alkohol, um Verstöße von Händlern oder Gastronomen aufzudecken.
- Koma-Saufen Bitterer Ernst 14.01.2009
- Alkohol-Testkäufer Jugendliche auf Streife 11.12.2008
- Aktion gegen Komasaufen Halbnackte Mädchen auf Bierdeckeln 05.12.2008
(dpa/sueddeutsche.de/bre)
Ermittlungen zu Neonazi-Trio
Wenn es ein tatsächliches Ansteigen der "Komabesoffenen" gibt, macht Frau Bätzing es mit ihrem ewigen Ruf nach Gesetzen und Sanktionen wieder mal sehr einfach. Der Umgang mit Alkohol gehört zum normanlen Reife- und Lernprozeß eines Menschen in unserer Gesellschaft, aber auch bei diesem Lernprozeß wären die Erziehungsberechtigten gefordert. Liegt also vielleicht ein Versagen der Eltern vor, dass nun durch Verbote und Sanktionen staatlicherseits kaschiert werden soll?
Ein 14 Jähriger der möchte, kommt immer an Alkohol (und wenn nicht daran, dann halt an Anderes), da werden alle Verbote und Sanktionen nichts helfen. Das war vor 30 Jahren auch schon so.
Der Kern des Problems liegt meiner Meinung ganz woanders, nämlich eher in der "Dienstleistungsgesellschaft-Mentalität", die auch die Erziehung ihrer Kinder immer mehr in die Hände Dritter, also auch staatlicher Stellen legen will, zum Leidwesen der gesammten Gesellschaft.
Wenn ein Jugendlicher sich ins Koma gesoffen hat, dann sind in erster Linie die Eltern auf den Plan gerufen und nicht die Drogenbeauftragte der BRD, wenn die Zahlen der Frau Bätzing stimmen, dann haben wir es hier mit einem massenhaften Versagen der Eltern zu tun.
Und daran werden auch Frau Bätzings jugendliche Spitzelkäufer nichts ändern, solche Aktionen zeigen nur, auch Frau Bätzing ist mit ihrem Job überfordert.
Der Umstand dass Jugendliche den Umgang mit Rauschmitteln lernen, ist wahrscheinlich so alt, wie die Menschheit selbst, nur der Umgang damit ändert sich und momentan ist unser Umgang damit ein eher schlechter.
Eine Rausch- und Drogenfreie Welt ala Sabine Bätzing dagegen ist ein Morus'sches Utopia
Nachzulesen im Buch 'Kriminalgeschichte des Christentums' von Karlheinz Deschner, im 1. und 2. Band. ISBN 3 498 01263 0 und ISBN3 498 01277 0, erschienen bei Rowohlt.
Dort ist von die Rede von Kaiser Augustus(Datierung vor Christus). Das sind meiner Meinung nach keine speziellen geschichtlichen Kenntnisse (Ich halte mich auch nicht für einen 'Kenner der menschlichen Geschichte', wie sie schreiben, aber ich vermute, das ist eh nur billige Polemik), sondern Allgemeinwissen. Aber Allgemeinwissen wird zu oft ungeprüft übernommen ohne weiter darüber nachzudenken. Tja die Dekadenz.... ;o)
Ebenso in einem Buch von Johannes Lehmann (Leider fällt mir der Titel nicht mehr ein), den ich hier aber nicht gerne als Referenz angebe, weil Lehner oft (meiner Meinung nach!) unsichere oder unzuverlässige Quellen angibt. Mir ist es aber wichtig, Quellen und Wahrheitsgehalt zu prüfen und an den Tatsachen zu messen, bevor ich eine Meinung/Wissen/These annehme.
Ich hoffe ihre Frage ist beantwortet. ;o)
Ich war auch mal Kind und meine Alten wollten mal, das ich besser nie geboren wurde..
Was ich aber ihnen heute verzeihen kann, weil sie selber all den ganzen Mist erlebten.. Sie wollten mir nur ihr "Bestes" geben..
Und ihr "Bestes" war eben nur ein riesen Haufen emotionaler Müll, gepaart mit zu wenig Zeit, Frust, Angst vor den Nachbarn, vor der Polizei(könnte ja was angestellt haben..) vor dem Gerede wegen unehelichem Balg und so weiter und so fort...
Und heute beobachte ich noch immer, wie viele Menschen noch immer nicht wissen, wozu sie überhaupt Kinder in die Welt gesetzt haben.. Sie folgen einfach nur ihren alten Prägungen, mit denen sie selber als Kind erpresst und gebrochen wurden und beschweren sich dann bei ihren Kindern, warum sie nicht so sind, wie die Alten es wollen..
Und der Witz ist, das sie ihre alten Prägungen nicht mal erkennen wollen,, Spricht man sie drauf an, sind sie gleich beleidigt und denken, ich will ihnen an die Karre fahren..
Ich hab es inzwischen aufgegeben noch dagegen anzustinken.. Jede Gesellschaft verdient sich eben ihren Nachwuchs!!
Ich sag nur noch dazu "Viel Vergnügen beim Ausbaden eurer eigenen Unzulänglichkeiten (ich bin inzwischen Rentner und will nichts mehr davon wissen)
Nun, auf der einen Seite, weshalb sollte es nicht zulässig sein, Minderjährigen (oder deren Erziehungsberechtigten), denen im Krankenhaus aufgrund des Alkoholkonsums der Magen ausgepumpt wurde, für die Kosten aufkommen zu lassen?
Auf der anderen Seite sind die Gesetze, so ferne sie vollzogen werden, durchaus ausreichend. Sie müssen nur die Strafen für Lokale dementsprechend hoch ansetzen, dass der Lokalbesitzer kein Interesse mehr hat, an Minderjährige Alkohol zu verkaufen.
Ich bin davon überzeugt, dass Geld hier ein rascher Lehrmeister sein wird (bei den meisten).
Schwachsinn ist es natürlich, diese Leute nicht zu behandeln, wie hier schon vorgeschlagen wurde.
@BluesAndReefer: Also, wie sie in diesen wenigen Sätzen den Werdegang des christlichen Glaubens beschreiben, zeigt von einer wirklich tiefgehenden Auseinandersetzung mit dieser Thematik.
Da sie sich zusätzlich noch als Kenner der menschlichen Geschichte outen, habe ich eine Frage: Wen meinten sie eigentlich mit Cäsar Augustus? Meinten sie Gaius Iulius, oder Octavian, oder Cäsar so ganz allgemein als Beinamen? Vielleicht meinten sie ja mit Augustus ebenfalls gar keine bestimmte Person, sondern verwendeten ihn als Titel?
Da sie in ihrem Beitrag von gesundem Menschenverstand schreiben, gehe ich davon aus, dass sie sich zu dieser Gruppe zugehörig fühlen und bitte daher um eine Beantwortung meiner Frage.
Wer vorgibt, früher sei es auch schon so schlimm gewesen, steckt den Kopf in den Sand und/oder hat keine Ahnung vom Prozentrechnen. Sabine Bätzing versucht nur, ihren Job im Interesse der Bevölkerung zu tun. Vor allem die Alkoholindustrie und viele Dummschwätzer machen ihr das Leben schwer.
Wer eine Verbesserung der Situation erreichen will, muss mithelfen, dass bestehende Gesetze durchgesetzt werden, dass Übertretungen abschreckend bestraft werden und dass der Gesamtkonsum und damit die Schäden gesenkt werden können. Dies kann mit Erfolg nur mit den wissenschaftlich nachgewiesenen strukturellen Massnahmen erreicht werden: Preiserhöhungen mit Mindestpreisen (nach dem Verursacher-Prinzip, am besten zweckgebunden zur Finanzierung der Alkoholschäden und der Prävention), durch Einschränkung der Erhältlichkeit (Nachtverkauf, an Tankstellen, etc.) durch Herabsetzung und Durchsetzung der Promillegrenze, durch Heraufsetzung und Durchsetzung des Mindestalters für Verkauf und Konsum, Einschränkung oder besser Verbot der Alkoholwerbung.
Auf www.alkoholpolitik.ch ist ein Projekt beschrieben, das eine Alkoholsteuer sinnvoll und für fast alle vorteilhaft erscheinen lässt.
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