Vielleicht sollten Sie Ihrer Anlageberaterin erst mal Blut abzapfen - denn Frauen mit hohen Testosteron-Werten sind in Geldfragen risikofreudiger.
Höhere Testosteron-Werte verleiten Frauen zu besonders riskantem Verhalten im Umgang mit Geld. Dies zeigt eine Studie der Universität Chicago an 500 Management-Studenten. Die Forscher bestimmten zunächst im Speichel die Konzentrationen des männlichen Sexualhormons und prüften dann in verschiedenen Versuchen, wie risikofreudig die Teilnehmer bei finanziellen Entscheidungen waren.
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Viel Testosteron, viel Risiko - dieser Effekt ist bei Frauen zu beobachten. (© Foto: ddp)
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Generell neigen Frauen eher zu Vorsicht als Männer. Aber jene Probandinnen, deren Testosteronwerte höher waren, trafen gewagtere Entscheidungen als andere Studentinnen. Bei Männern, die naturbedingt höhere Konzentrationen des Hormons aufweisen, waren besonders hohe Werte dagegen nicht mit riskantem Finanzgebaren verbunden. Allerdings zeigten Männer und Frauen mit vergleichbaren Testosteronwerten eine ähnliche Risikobereitschaft, wie die Forscher in der Zeitschrift PNAS schreiben.
"Das ist die erste Studie, die zeigt, dass Geschlechtsunterschiede in Bezug auf finanzielle Risiken eine biologische Grundlage haben, und dass individuelle Testosteronwerte wichtige Aspekte des wirtschaftlichen Verhaltens und Karriereentscheidungen beeinflussen können", sagt der Forscher Dario Maestripieri.
57 Prozent der männlichen Teilnehmer, aber nur 36 Prozent der Frauen entschieden sich im Lauf ihres Studiums für eine Karriere mit riskanten Anlageentscheidungen etwa als Investmentbanker.
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(sueddeutsche.de/AP/bilu/bre)
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Vielleicht sollten unsere Bankenmanager die Pille nehmen, damit ihr Hormonhaushalt wieder in Ordnung kommt ;-)
Anlageberater(innen) gehen zunächst mal davon aus, wieviel Profit sie davon haben, was sie anbieten. Die Anlegerin sollte sich zuerst mal neutral informieren und dann eventuell Blut abzapfen lassen, bevor sie zuschlägt.