sueddeutsche.de: Wie reagiert eine Frau darauf, wenn Sie ihr erklären, dass sie nicht die Einzige ist?
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Bärlocher: Verschieden. Das geht von "Du Schweinehund!" über "Und was sagt deine Frau dazu?" bis zu "Endlich mal jemand, der auch so fühlt."
sueddeutsche.de: Auch wenn Sie jetzt wieder mit dem Kuchen kommen: Mein Tag hat nur 24 Stunden. In einer Poly-Beziehung sehe ich meine Partner doch seltener. Oder soll ich mich zerreißen?
Bärlocher: Ich kenne Polys, die ihre Arbeit deswegen reduziert haben.
sueddeutsche.de: Wie bitte?
Bärlocher: Einige sagen, mir ist Beziehung im Leben wichtiger als Reichtum.
sueddeutsche.de: Klingt beunruhigend ...
Bärlocher: Das sehe ich nicht so. Manche Menschen ertrinken in Arbeit, andere haben keine. Jeder sollte überlegen: Was ist mir wichtig im Leben.
sueddeutsche.de: Also Teilzeit arbeiten, um seine Partner zu sehen?
Bärlocher: Ich kenne gestandene Führungskräfte, die erkennen plötzlich: Sie wissen nichts von ihren Kindern, weil sie nie Zeit für sie hatten. Das ist auch nichts anderes.
sueddeutsche.de: Wären Sie theoretisch bereit, sich einem monogamen Partner zuliebe anzupassen?
Bärlocher: Das habe ich schon mehrmals gemacht. In vielen Phasen einer Beziehung ist gegenseitige Anpassung notwendig.
sueddeutsche.de: Aber grundsätzlich wünschen Sie sich was anderes?
Bärlocher: Grundsätzlich wünsche ich mir, dass alle Menschen frei sind in ihren Gefühlen. Meine Liebsten genauso wie ich selber.
sueddeutsche.de: Ist es nicht so - je mehr ich jemanden liebe, desto eifersüchtiger bin ich?
Bärlocher: Das ist Quatsch.
sueddeutsche.de: Ist Polyamory die Beziehungsform der Zukunft?
Bärlocher: Die Bekanntheit nimmt derzeit zwar zu, auch eine andere Wahrnehmung ist zu erkennen, für ein Umdenken reicht es aber nicht.
sueddeutsche.de: Ihre persönliche Definition von Eifersucht ...
Bärlocher: Eifersucht ist eine Chance, für die eigene Entwicklung und für die gemeinsame Entwicklung. Viele Menschen haben Angst vor Eifersucht und versuchen, sie zu unterdrücken. Dabei ist sie gar nicht das Hauptproblem. Es geht um die Chancen, die Energie, die entsteht, wenn man sich befreit von inneren Zwängen. Das ist was Schönes - egal, ob in einer Zweier- oder Achterbeziehung. Das können wir alle lernen.
sueddeutsche.de: Darf ich Ihnen zum Schluss noch eine Strophe aus Rilkes "Engelliedern" vorlesen?
Bärlocher: Aber bitte!
sueddeutsche.de: Seit mich mein Engel nicht mehr bewacht, kann er frei seine Flügel entfalten und die Stille der Sterne durchspalten, - denn er muss meine einsame Nacht nicht mehr die ängstlichen Hände halten - seit mein Engel mich nicht mehr bewacht.
Bärlocher: Klingt hübsch, können Sie mir das mal schicken?
sueddeutsche.de: Gern! Herr Bärlocher, ich bedanke mich für das Gespräch.
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Im einst stabilen und friedlichen Staat Mali errichten Islamisten, Separatisten und Terroristen das Afghanistan Afrikas. Seite 3 Jetzt lesen ...
(sueddeutsche.de/bgr)
Partyzone Flußufer
Ja. Es gibt so verdammt viele Gründe, warum Beziehungen scheitern. Manchmal braucht es eine Weile, um festzustellen, dass die Chemie nicht stimmt. Manchmal sollte man seine Partnerwahlkriterien überdenken, indem man aus dem Scheitern lernt. Gehst Du vielleicht zu oberflächlich an die Sache ran? Und letztlich gibt es nirgendwo eine Garantie, dass es nach x Versuchen klappt.
Antwort c) kann nur dann in Frage kommen, wenn Du persönlich mit dem gängigen Konzept von Beziehungen ein Problem hast (und dann kannst auch nur Du persönlich für Dich diese Frage beantworten).
... ob Polyamorie die Antwort ist. Aber ich habe nunmal eine Frage, die mich bis heute umtreibt. In einem Satz und ganz persönlich:
Warum bin ich in meinen Beziehungen bislang immer gescheitert?
a) Ich bin das Problem.
b) Meine bisherigen Partnerinnen waren das Problem.
c) Das gängige Konzept von Beziehung ist das Problem.
Ist es so verwerflich, wenn ich mittlerweile Antwort c) ernsthaft in Betracht ziehe, bevor ich mich wieder in eine unglückliche Beziehung begebe?
Gelte ich jetzt als engstirnig und nicht wirklich liebesfähig, wenn ich bei der Beziehungsform Polyamory Magenkrämpfe bekomme? In unserem Kulturkreis sind Zweierbeziehungen nun mal die Grundbeziehungsform. Wenn ein Mann mehrere Frauen haben will, muß er schon in einem anderen Kulturkreis geboren werden. Und selbst bei solchen Formen kann ich mir nicht vorstellen, daß es keine Eifersucht gibt.
Und: Ich finde, es gibt starke Parallelen zwischen oben beschriebener Polyamory und einer Dreiecksbeziehung. Hierzu gibt es klare Ansagen: Nämlich, daß - wenn es plötzlich eine dritte Person gibt - etwas in der Paarbeziehung nicht stimmt (Einzelheiten hier: http://www.beratung-therapie.de/home/index_trennung_scheidung.html?/beziehungskonflikte/dreierbeziehung/dreierbeziehung.html). Wo ist jetzt der Unterschied? Vielleicht, daß alle Beteiligten polyamor leben wollen? Würde das nicht auch bedeuten, daß nicht nur 2 Männer eine Frau lieben, sondern auch einander? Und in der Konsequenz auch miteinander schlafen? Wenn, dann richtig.
sehr geehrter herr bärlocher
mir kamen fast tränen vor wut, als ich ihren superegoistischen beitrag gelesen habe,
wie unreif muss ein mann sein um derartiges zu vertreten .. gerade sie als psychologe,
sollten dazu ermutigen , dass man nur eine beziehung lebt. viele männer werden ihnen sehr
dankbar sein und sich bestätigt fühlen , aber nicht nur männer, auch die heutigen frauen ,
die so oft fremdgehen und dieses mit der emanzipation verwechseln.
ich will ihnen mal etwas sagen , egal ob trend oder dekadenz, egal was die menschheit
versucht , es wird in wirklichkeit niemals funktionieren , dass menschen bei solchen
ungesetzmässigkeiten glück empfinden und freude daran haben. die natur hat ihre rollen
klar verteilt und wir werden den kampf gegen die natur niemals gewinnen können..
deshalb gibt es nur eins um wirkliches glück zu erlangen , um glückliche liebe empfinden zu
können.. nämlich sich ihr hingeben , sie auskosten , sich an ihr erfreuen und zwar -
nur mit einem einzigen menschen , denn wenn man jemanden wirklich liebt, mit seele und
herz , den möchte man niemals teilen , egal in welcher weise, denn dieses gefühl,
kann nur zwischen zwei menschen entstehen.. so glaube ich herr bärlocher , respektive
bin davon überzeugt, dass sie noch niemals wirklich geliebt haben!!!!!!!!!!!!
es geht doch eben NICHT um das aufgeben von beziehungen zugunsten von neuen. das ist doch der springende punkt, wie können sie den übersehen?
Paging