In aller Munde und nun auch offiziell Wort des Jahres: die "Klimakatastrophe". Auf Platz 2 und 3 wählte die Gesellschaft für deutsche Sprache die berüchtigte "Herdprämie" sowie die "Raucherkneipe".
"Klimakatastrophe" ist das Wort des Jahres 2007. Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) erklärte am Freitag in Wiesbaden ihre Wahl damit, dass dieser Begriff prägnant die bedrohliche Entwicklung kennzeichne, die das Weltklima nimmt. Die Diskussion um das Klima habe zudem einen ganzen Strauß neuer Begriffe hervorgebracht wie Klimakiller, klimaneutral oder Klima-Abgabe.
Dürre in Thailand 2005. (© Foto: dpa)
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Das Wort "Klimakatastrophe" sei somit prägend für den Sprachgebrauch des Jahres 2007 gewesen, sagte der GfdS-Vorsitzende Rudolf Hoberg. Auf die folgenden Plätze kamen nach der Entscheidung einer zehnköpfigen Jury die Begriffe "Herdprämie", "Raucherkneipe", "arm durch Arbeit" und "Dopingbeichte".
"Herdprämie" nehme Bezug auf die Diskussion um die umstrittene Einführung eines Betreuungsgelds für Eltern, die ihre Kinder nicht in eine Krippe schicken wollen, sagte der Leiter der Sprachberatung bei der GfdS, Gerhard Müller. "Raucherkneipe" sei dagegen eine sprachliche Reaktion auf die Debatte um das Rauchverbot in öffentlichen Räumen, während "arm durch Arbeit" auf die prekäre Lebenssituation zahlreicher Arbeitnehmer verweise.
Die "Dopingbeichte" beziehe sich auf die heftige Diskussion um illegale Praktiken im Radsport, insbesondere im Umfeld der Tour de France 2007, in den Medien auch als "Tour de Farce" bezeichnet. Es folgte das Wort "Lustreisen" auf Platz sechs, eine sprachliche Reaktion auf den VW-Skandal. Auf Platz sieben kam "Second Life", der Name einer zunehmend populäreren Internetplattform, in der die Nutzer ihre eigene Identität in eine virtuelle Welt einbringen können.
Danach folgte der "Bundestrojaner", eine kritische Bezeichnung für die Absicht der Polizeibehörden, künftig heimlich in Computer von Verdächtigen einzudringen. Auf Rang neun wurde das Adjektiv "spritdurstig" gewählt, das insbesondere in der Diskussion um die diesjährige Internationale Automobilausstellung und den allmählichen Sinneswandel in der Autoindustrie eine Rolle spielte.
Auf Platz zehn kam schließlich die Redewendung "Alles wird Knut", die in der Begeisterung um den Berliner Eisbären ("Knuddel-Knut") gebildet wurde. Nach Müllers Worten wählte die Jury die zehn Wörter des Jahres aus mehr als 3000 Vorschlägen aus. Davon seien mehr als 200 von sprachinteressierten Bürgern, Schulklassen und GfdS-Mitgliedern eingesandt worden.
Den Rest hätten die Mitarbeiter der Sprachgesellschaft in den vergangenen zwölf Monaten gesammelt. 2006 hatte die Jury "Fanmeile" zum Wort des Jahres gekürt. 2005 war es "Bundeskanzlerin" und 2004 "Hartz IV".
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(sueddeutsche.de/ap/ihe)
Endgültiger DFB-Kader für EM
Aber was nützt es:
Wenn sich die zwei grössten Verschmutzer und Resourcenvernichter
einen feuchten Kericht um das Problem scheren.
Und wir in unserer so coolen " Geiz ist Geil"-Mentalität
kaufen den ganzen Schrott der in einem dieser Länder produziert wird.
"Zweimal benutzen, dann wegwerfen"....
So muss es sein:
"Wegwerfen ist ja auch Geil" ODER?
@Jack11: zu spät...
"Besser wir hätten das Wort "Klimakatastrophe" vor 15 Jahren gehabt....! "
Da wurden doch die Leute, die solche Worte in den Mund nahmen (z.B. Waldsterben etc.) als linke, grüne Spinner und Panikmacher abqualifiziert... und heute führen die etablierten Parteien unverfroren damit Wahlkampf...
Aus aktuellem Anlass hätte ich da eher das Wort "DUMPINGLOHNKATASTROPHE" favorisiert... ;o)=