US-Schauspieler und Regisseur Harold Ramis ist tot

Harold Ramis bei der Premiere des Films 'Year One' im Jahr 2009.

Ghostbusters und Murmeltiere: Der US-amerikanische Schauspieler, Regisseur und Autor Harold Ramis ist gestorben. Er war ein Spezialist für Kultfilme.

Einen dritten "Ghostbusters"-Film wird es mit ihm nun doch nicht mehr geben: Der Schauspieler und Regisseur Harold Ramis ist tot. Der durch Filme wie "Ghostbusters" und "Und täglich grüßt das Murmeltier" bekanntgewordene Amerikaner starb nach Angaben der Chicago Tribune am Montag in seinem Haus in einem Vorort von Chicago. Ramis wurde 69 Jahre alt. Er litt seit drei Jahren an einer Immunschwäche.

Ramis hatte vor allem mit Bill Murray gearbeitet, so 1981 in "Ich glaub', mich knutscht ein Elch". 1984 landeten die beiden zusammen mit Dan Aykroyd den großen Coup: "Ghostbusters". Die Komödie, für die Ramis das Drehbuch mitschrieb und in der er auch auftat, spielte nicht nur 300 Millionen Dollar in die Kassen, sie wurde auch ein Stück achtziger Jahre. "Ghostbusters II" fünf Jahre später war fast ebenso erfolgreich, der lange geplante dritte Teil wurde allerdings bis zu Ramis' Tod nicht realisiert.

Angefangen hatte der Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie als Witzredakteur für den Playboy und als Pfleger in einer Nervenheilanstalt. Mit Robert De Niro und Billy Crystal drehte Ramis 1999 "Reine Nervensache". Die Geschichte um den Mafiaboss auf der Couch des Psychiaters wird zum Erfolg - und wieder zum Kultfilm.

Sein Film "Und täglich grüßt das Murmeltier", auch der mit Murray, war fast ebenfalls sofort ein Klassiker geworden. Die von Ramis inszenierte Komödie ist nicht nur ein Film, den man sich immer wieder angucken kann. Bei dem man lacht, obwohl man genau weiß, was kommt. Der Filmtitel schaffte es im englischen Original "Groundhog Day" sogar als Begriff in die Umgangssprache für nicht enden wollenden Frust.