Philip K. Dick wurde am 16. Dezember 1928 in Chicago geboren. Seine Zwillingsschwester starb wenige Wochen nach der Geburt an Unterernährung. Das Thema eines "Phantomzwillings" tauchte später häufig in seinen Texten auf.
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Dick schrieb schon als Teenager Gedichte und Kurzgeschichten. Nach ersten Veröffentlichungen Mitte der fünfziger Jahre beschloss er, hauptberuflich als Schriftsteller zu arbeiten. Eine zumindest finanziell problematische Entscheidung, denn fast bis zu seinem Lebensende hatte Dick mit Geldproblemen zu kämpfen - unter anderem, weil er nie den Sprung aus der Science-Fiction-Szene heraus in den Mainstream schaffte.
Er versuchte, seinen Existenzproblemen mit gesteigerter Produktivität gegenzusteuern und schrieb phasenweise bis zu 60 Seiten pro Tag, oft unter dem Einfluss von Aufputschmitteln und bewusstseinsverändernden Drogen. In den sechziger Jahren entstanden die meisten von Dicks Hauptwerken, neben der "Blade Runner"-Vorlage auch "Ubik" und "The Three Stigmata of Palmer Eldritch". Am Ende seines Lebens stehen 45 Romane und 120 Kurzgeschichten.
Die psychischen Probleme, die ihn plagten, mündeten schließlich in einen Selbstmordversuch. Die Jahre bis zu seinem Tod verbrachte der Autor dann damit, die Ursprünge für seine Visionen zu suchen; religiöse Erklärungen ließ er dabei ebenso zu wie rationale oder psychologisch-medizinische. Die Suche wurde zum Thema seines Romans "Valis", in dem er behauptete, eine zweite Persönlichkeit als "Thomas" zu besitzen, ein Christ, der im ersten Jahrhundert nach Christus von den Römern verfolgt wird.
Am 2. März 1982 starb Philip K. Dick nach einem Schlaganfall in einem Krankenhaus in Kalifornien. Demnächst soll sein Leben verfilmt werden - gleichzeitig sind eine Reihe von neuen Philip-K.-Dick-Verfilmungen im Entstehen.
Treibende Kraft ist dabei das neue Filmstudio The Halcyon Company, das seit seiner Gründung 2007 die Erstrechte für das Gesamtwerk des Autors besitzt. Das Studio hat sich den exklusiven Zugriff auf alle Romane und Kurzgeschichten gesichert und angekündigt, eng mit Dicks Töchtern, die seinen Nachlass verwalten, zusammen zu arbeiten.
Weitere Informationen: www.philipkdick.de; www.philipkdick.com
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(sueddeutsche.de/gf/rus)
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Celine Polo