Öffentlich-rechtlich werden liegt im Trend, nur Günther Jauch wollte es nicht schaffen. Pocher hat viel weniger zu verlieren als Jauch. Aber: Darf der Kleine überhaupt schon so lange aufbleiben? Und wohin soll Schmidts Weg führen?
Vor ein paar Wochen war Oliver Pocher bei Harald Schmidt. Pocher sollte seinen neuen Film vorstellen, es ist sein erster. Bisher hatte Pocher bei Viva und Pro Sieben moderiert, war mit einem Comedy-Programm auf Tour gewesen und hatte Werbung für den Media Markt gemacht. Die bei Media Markt sind sehr ironisch, da passte Pocher gut hin.
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Jetzt war er als Schauspieler zu Schmidt gekommen. Der Film heißt Vollidiot, und man las, er sei hervorragend gemacht, meisterlich selbstreflexiv. Wenn man Sätze wie: "Sag mal, wie viele Bonusmeilen gibt es, wenn man eine Stewardess vögelt?" und T-Shirts, auf denen "Ficken" steht, selbstreflexiv findet, stimmt das natürlich. Allerdings ist Vollidiot deutlich besser gemacht als der erste Film, den Harald Schmidt gemacht hat (Nich' mit Leo, Drehbuch: Jürgen von der Lippe - nicht lustig, so "Gute-Morgen-Liebe-Sorgen-Humor").
Der kleine Junge und der große Entertainer
Pocher schien nervös zu sein während seines Auftritts beim Unterhaltungsmeister. Klar war, wer Chef war. Jedenfalls nicht Pocher. Bei Schmidt gibt es Regeln. Eine lautet: Schmidt macht die Gags, nicht die Gäste. Nur MTV-Moderatoren, die nicht so lange dabei sind, und ehemalige Intendanten kommen auf den Gedanken, witziger als er sein zu wollen.
Doch Schmidt war nett zum jungen Kollegen. Er sprach über die schönen Kritiken des Movies, über die erfolgreiche Bühnenpräsentation, mit der Pocher gerade im Land unterwegs sei. Gegen Ende traute sich Pocher dann doch noch einen kleinen Spruch zu: übers "Tittenprogramm" vom DSF. Er wollte nicht vorlaut erscheinen, niemand wäre auf den Gedanken gekommen, dass er und Schmidt demnächst als Schmidt & Pocher für das öffentlich-rechtliche Erste partnerschaftlich in einer Late Night Show auftreten.
Ein unmoralisches Angebot?
An diesem Montag gab die Kogel & Schmidt GmbH die Fusion bekannt. Von Ende Oktober an werden die zwei immer donnerstags eine Stunde nach den Tagesthemen auftreten, zunächst 22 Mal. Interessant ist einerseits, dass sich die ARD Pocher, 29, zutraut, weil der nicht nur 20 Jahre jünger ist als Schmidt, sondern um Generationen entfernt vom demoskopischen Durchschnitt des ARD-Zuschauers. Andererseits leihen ihn Schmidt und sein Geschäftsfreund Fred Kogel ans Erste kostenlos aus, hat Kogel mitgeteilt.
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ich weiß gar nicht, warum manche immer so negatives über andere leute schreiben müssen, wenn ihr z.b. pocher nicht leiden könnt dann braucht ihr ihn euch ja auch nicht angucken, euch zwingt ja keiner, ich finde ihn gut, er ist offen, sagt was er denkt und ist dabei noch spontan und witzig...
vor allem durch eine Art flapsig bis pöbelhaft daherkommenden "Humor" für sehr seichte
Gemüter in Erinnerung und als Werbeträger für ein Elektrohaus. An welchem Reisbrett
um Gottes Willen wird denn da ein grosser Entertainer gezeichnet?
dann urteilen???
na dann können wir ja mal d. bohlen zum ARD programmchef machen......nicht? warum nicht?
erst mal abwarten und dann urteilen.
mal im ernst, solche "experimente" werden mit unseren gebührengeldern bezahlt und da bin ich absolut nicht bereit abzuwarten und dann mal zu schauen. wenn ich meinen job so machen würde, wäre ich ganz schnell weg!
und dann urteilen
Ich verstehe eh seit Jahren nicht, wie die selbsternannte intellektuelle Medienelite den langweiligen, selbstgefälligen und bockschlechten Harald Schmidt zur Krönung der komödialen Schöpfung hochschreibt. Da kann ein Pocher nur für Erfrischung sorgen. Der hat wenigstens Lust, auf die Kacke zu hauen.
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