Wer will nochmal, wer hat noch nicht? Dieter Bohlen sitzt in der Jury zu RTLs neuester Castingshow: "Das Supertalent".
Schlagerproduzent Dieter Bohlen bekommt vom Kölner Privatsender RTL einen zweiten Jury-Job: Künftig wird der 53-Jährige nicht nur den neuen Popstar in "Deutschland sucht den Superstar" ermitteln, sondern im Oktober und November auch "Das Supertalent", wie die neue dreiteilige RTL-Show im Oktober und November heißt.
Scheint mit dem Alter immer gefragter zu werden: Casting-König Dieter Bohlen. (© Foto: dpa)
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Mit Bohlen bewerten auch Entertainerin Ruth Moschner und Zirkusdirektor André Sarrasani die Leistungen der Kandidaten, wie der Sender am Donnerstag mitteilte. Die ersten beiden Teile der Show werden aufgezeichnet und am 20. und 27. Oktober ausgestrahlt, das Finale live am 3. November. Moderator ist Marco Schreyl. Rund 5000 Talente haben sich laut RTL beworben.
Das größte Unterhaltungstalent des Landes
Unter ihnen sind Akrobaten, Komiker, Tänzer, Feuerschlucker, Bauchredner und Sänger. 150 Kandidaten werden in den beiden ersten Castingshows auf der großen Showbühne antreten und versuchen, die Jury zu überzeugen, dass sie das größte Unterhaltungstalent des Landes sind.
Von den 150 Talenten werden rund 50 der überzeugendsten und faszinierendsten Künstler in die engere Auswahl kommen. Aus ihnen wählt die Jury dann wiederum die besten acht bis zehn Talente aus, die im Finale um den Sieg kämpfen. Die Zuschauer entscheiden über den Ausgang per Anruf. Dem Sieger winken der Einstieg in eine große Karriere und ein Preisgeld von 100.000 Euro.
Die erste und zweite Castingshow von "Das Supertalent" werden am 3. und 4. Oktober sowie am 8. und 9. Oktober in Berlin im Schillertheater vor Publikum aufgezeichnet.
(sueddeutsche.de/dpa)
Wettmanipulation im Fußball
Im amerikanischen Original gabs immerhin das 10 fache als Preisgeld. 100 000 Euro für 150 Künstlergruppen, von denen 149 leer ausgehen ist nicht grade viel Geld. Zudem wird das Publikum zahlen müssen, wenn es zur Wahl zum Telefon greift. Tolle Idee, nur Einahmen und keine Ausgaben. Zudem sind die Finalisten wie im amerikanischen Original gewählt, Kinder Tiere und Omas. Qualität der Auftritte spielte bei der auswahl zum Finalisten keine große Rolle, schließlich will man Geld durch die Anrufe verdienen und dazu muss man das Publikum packen. Immerhin gab es im Original Quotenschwarze, fast währen Schwarze die in Musik und Kunst Amerikas so erfolgreich sind überhaubt nicht im Finale gewesen. Wer wird es in Deutschland? Quotentürken? Grundy und RTL hatten große Probleme die richtigen Bewerber für die "castingsshow" zusammen zu bekommen. Nach ersten Castings Anfang 2007 mit angeblich da schon 5000 Bewerbern wurde noch einmal massiv Geworben und eine zweite Castingserie im August gestartet. Eine Anzahl von seriösen Künstlern wurden direkt angeschrieben um die richtige Zusammensetzung kostenloser Darsteller zu erhalten. Die Beteiligung von Dieter Bohlen ist wohl aus diesem Grund erst lange nach den Castings unmittelbar vor den Aufzeichnungen bekannt gegeben worden. Interessant, dass es nach den zweiten Castings immer noch insgesamt 5000 Bewerber sind.
nun jetzt endlich auch in Deutschland.
Es ist so schön, wenn man in den RTL-Ideenschmieden nicht grübeln und tüfteln muss um sich schmerzhaft neue Formate aus der Lende zu säbeln, nein, man kauft einfach ein bestehendes Format.
Würde mich nicht wundern, wenn Hollands größter Resteverwerter DeMol nicht dieses Format an die Deutschen verhökert hätte. Bisher waren die DeMol-Schmonzetten für das Publikum mit Realschulabschluß in etwa so nahrhaft wie eine Holland-Tomate.
Doch wenn es um anspruchsvolle Unterhaltung geht, zappt das vereehrte Publikum sowieso nicht zu RTL. Egal.
Da hat es im Sommer diesen Jahres der bis dato unbekannte angelsächsische Telefonmann Paul Potts mit seiner goldenen Kehle auf die internationale Bühne geschafft und gleich ganze Heerscharen von Spice-Girls-Konsumenten für die gehirnverschonende Interpretation leichtläufiger klassischer Musik akquiriert, schwupp,
muss in Teutonien ebenfalls der Castingzirkus die Runde machen.
Wäre doch gelacht, wenn wir nicht auch einen Freizeit-Pavarotti oder zumindest eine Hausfrauen-Artistik-Gruppe aus der niederdeutschen Provinz auf die Bretter die die Welt bedeuten zerren können?!
Und was ein Wunder, der allseits saloppe Sprüchekönig und knusperbraune Faltenwauwau kommt extra von Malle rüber um die Hans Würste dieser ehemals ehrwürdigen Fernseh-Nation für die Entmündigung und die Einweisung ins Heim bereit zu machen.
Und wen wunderts, das der Dieter, der Bohlen - König des flotten Unfläts und des unterdurchschnittlichen Tonauswurfs (sprwrtl. Popmusik) dem lauen Castingformat seinen prollig-fettigen Falschgoldglanz verleiht. Denn Kaufmann ist er, der Dieter, das muss man ihm lassen.
Brot und Spiele fürs Volk - das ist das Credo mit dem Sender wie RTL und Stargladiatoren wie Bohlen den heissen Cent verdienen.
Und allen Protagonisten immer schön die unerreichbare Möhre ("Auch Du kannst es schaffen!") vor die Nasen halten...
Es reicht, wenn die Regenbogenpresse diese Typen hochstilisiert, da muß sich nicht auch noch die SZ einreihen in diese hirnlose Hofberichterstattung. Verschont uns vor der Visage, das Bild eines verhinderten Zuhälters zum Frühstück ist kontraproduktiv.