Das nächste ganz große Ding im Internet: Formspring. Es ist das neue Twitter, das neue Facebook, sogar das neue Google - oder doch nicht?
Formspring, das ist das nächste ganz große Ding im Internet. Formspring ist das neue Twitter, das neue Facebook, sogar das neue Google, das Ende von Amazon und Microsoft. Formspring wird die Welt verändern.
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Vielleicht aber auch nicht.
Wer weiß das schon, bei einer weiteren Million Internetdiensten, die innerhalb der letzten Wochen gewaltiges Wachstum verzeichnet haben - und in den nächsten Monaten entweder zu einer etablierten Webseite heranreifen oder wieder in Vergessenheit geraten.
Formspring bringt allerdings einiges mit, was eine große, nach den Maßstäben des Webs vielleicht sogar dauerhafte Erfolgsgeschichte möglich machen könnte. Zunächst mal: ein simples Konzept. Formspring, im Netz erreichbar unter www.formspring.me, liegt eine sehr einfache Idee zugrunde: Wer sich registriert, kann auf der Seite die Fragen anderer Menschen öffentlich beantworten.
Außerdem, mittlerweile Standard im Netz, können sich registrierte Mitglieder gegenseitig per Mausklick anfreunden und bilden so ein digitales Netzwerk. Das alles klingt seltsam überflüssig - wie zum Beispiel auch das Prinzip von Twitter, wo man bekanntlich 140 Zeichen lange Meldungen veröffentlichen kann. Und doch ist Twitter mittlerweile eine der am höchsten bewerteten Webseiten der Welt. Da stört es auch kaum, dass weder Formspring noch Twitter ein Geschäftsmodell vorweisen können.
Ebenso hilfreich für den künftigen Erfolg: Hinter Formspring steht ein bereits etabliertes Software-Unternehmen. Die Finanzierung ist damit erst mal gesichert - bis Werbung auf der Seite die Kosten wieder einspielt. Ein paar Funktionen fehlen zwar bislang, zum Beispiel jene, doppelt gestellte Fragen auszublenden. Doch insbesondere die Möglichkeit, Formspring mit anderen interaktiven Webseiten wie zum Beispiel Facebook oder Twitter zu vernetzen, dürfte es neuen Nutzern leichtmachen, schnell Gefallen an der Seite zu finden.
Außerdem, und das ist vielleicht das Wichtigste: Formspring macht Spaß. Wer einmal in den nicht abreißenden Strudel aus Fragen und Antworten gerät, lernt schnell, dass es eigentlich doch eine Menge Dinge gibt, die man schon immer mal von wildfremden Personen beantwortet haben wollte - oder auch von nicht ganz unbekannten Menschen. Denn natürlich tummelt sich bereits die Prominenz der deutschen Blogosphäre auf der Webseite.
Wie etwa der Pressesprecher von Google in Deutschland, Stefan Keuchel: "Wann kauft Google Formspring? ;)" ist eine Frage, die er bereits beantwortete. Und zwar so: "kann nicht mehr lang dauern . . . :-) das ist natürlich ein WITZ!" Man möchte hinzufügen: Kann aber auch sein, dass es kein Witz war.
Alexander Kluge, der intellektuelle Schattenspieler des deutschen Kinos und der deutschen Literatur, wird achtzig. Jetzt lesen ...
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(SZ vom 21.12.2009/rus)
Der Unterschied zu werweisswas.de oder answers.yahoo.de liegt darin, dass man bei Formspring Personen direkt und persönlich Fragen stellt und nicht eine Frage, die von allen beantwortet werden kann.
Wo ist der Vorteil gegenüber werweisswas.de, answers.yahoo.de oder cosmiq?