Kinofestival - Programm Die 50. Hofer Filmtage

Mehr als 100 Produktionen in sechs Tagen

Eröffnet wird die Jubiläumsausgabe an diesem Dienstag mit der neuen Tragikomödie von Chris Kraus. Aufregendes deutsches Kino hat ja in Hof seit jeher einen besonderen Stellenwert, das gilt auch für die kommenden sechs Tage. Zehn Jahre nach seinem Hofer Debüt mit dem Film "Vier Minuten" präsentiert Kraus nun seinen Neuling "Die Blumen von gestern". Darin ist Lars Eidinger als deutscher Holocaustforscher zu erleben, der unter der NS-Vergangenheit seiner Familie leidet. Neue Spielfilme gibt es auch von Dominik Graf ("Am Abend aller Tage"), Wim Wenders ("Die schönen Tage von Aranjuez") und Axel Ranisch ("Familie Lotzmann auf den Barrikaden"). Ebenfalls stark vertreten ist der Kurz- und der Dokumentarfilm. Wolfgang Ettlich, auch ein treuer Gast in Hof, stellt sein persönliches Generationenporträt "Bist du Beatles oder Stones? Neuköllner Jungs" vor. Künstler- und Musikerdokumentationen ("Eat That Question - Frank Zappa In His Own Words") sind ebenso dabei wie Immigrationsgeschichten oder Gesellschaftsphänomene ("Spree Hotel"). Im internationalen Programm stechen Jim Jarmusch ("Paterson"), Ken Loach ("Ich, Daniel Blake") und Zoe Cassavetes ("Day Out Of Days") heraus.

Die kalifornische Regisseurin, Tochter von John Cassavetes, wird persönlich in Hof erwartet, und auch Graf und Wenders sowie Doris Dörrie und Veronica Ferres sind angekündigt. Spielstätten sind das Central-Kino und das Scala-Filmtheater; neu ist die Fabrikhalle Hoftex, wo Partys und Gespräche über die Bühne gehen. Insgesamt stehen bis Sonntag mehr als 100 Filme auf dem Programm, die Retrospektive bietet Höhepunkte aus fünf Jahrzehnten. Zum ersten Mal wird der mit 5000 Euro dotierte Heinz-Badewitz-Preis vergeben, eine Auszeichnung für ein junges Talent des deutschen Films.