60 Jungregisseure und ihre Filme werden in dem Buch "Cinema Now" von Andrew Bailey porträtiert. Einige von ihnen sind erst am Anfang ihrer Karriere. Die Namen sollte man sich dennoch merken.
Die Beschaulichkeit, mit der der Mann auf dem Felsen zu telefonieren scheint, trügt. Es ist Wahlkampf, einer der härtesten weltweit, mit brachialen Methoden des Stimmenfangs. Johnnie To zeigt in seinen "Election"-Filmen den Wahlkampf der legendären Triaden, der altehrwürdigen Gangsterbanden Hongkongs, der vor ein paar Jahren zusätzlichen Drive bekam, weil nun die Festlandsregierung, die das immer noch kapitalkräftige Hongkong von den Briten übernahm, im Hintergrund mitspielt.
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Zwischen Großstadt und Steinzeit: In Johnnie Tos Film "Election" bekämpfen sich Hongkonger Gangsterclans. (© Foto: Cinewa Now)
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Das asiatische Kino ist stark vertreten in Andrew Baileys Band "Cinema Now". Sechzig der jüngsten Filmemacher stellt er vor, manche haben noch nicht mal ein halbes Dutzend Filme auf ihrer Liste. Einen wie Pedro Almodóvar, der in den Siebzigern begann, oder Zhang Yimou, der in den Achtzigern schon drehte, könnte man da glatt zu den Veteranen zählen. Erstaunlich viele der Filme sind bei uns im Kino gewesen oder auf DVD erschienen.
Johnnie To gehört mit seinen Gangsterfilmen, die sich plötzlich als hochpolitisch erweisen, zu denen, die das Feld von hinten aufrollen - "Sparrow Hongkong", sein neuester Film, wird im Wettbewerb der Berlinale laufen. Auch Terrence Malick und Michael Mann, Alfonso Cuarón sind mit dem großen Kino-Business ganz gut - und subversiv - zurechtgekommen, ebenso Tom Tykwer, von dem merkwürdigerweise bloß das "Parfum" erscheint. Bizarrer sind Matthew Barney und Anders Morgenthaler, mit seinem phantastischen "Princess". Die Frauen werden von Catherine Breillat oder Sofia Coppola vertreten. Andrew Bailey schreibt knapp, manchmal ein wenig spröde, aber die farbigen Fotos sorgen allemal für Kultverdacht.
(SZ vom 16.1.2008/kur)
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Vielleicht ist das ganze auch eher eine Frage der - fehlenden - Bild- bzw. Filmrechte.
Die Auswahl der Regisseure hat vermutlich eher damit zu tun. Alles in allem ist das Buch durchschnittlich, ob man es haben muss - selbst als Filmafficionado - ist fraglich.
Komisch - ich habe unter Jungregisseure immer etwas anderes verstanden! Muß ja ziemlich peinlich sein dieses Buch, oder es hat wirklich sehr lange gedauert bis es vom Verlag veröffentlicht wurde!
Zhang Yimou (geb. 1951) bisher 17 Filme als Regisseur laut imdb
Johnnie To (1955) 48 Filme
Pedro Almodóvar (1949) 30 Filme
Tom Tykwer (1965) 11 Filme - okay den kann man wohl noch als ehesten als Jungregisseur bezeichnen