Von FRITZ GÖTTLER

Und hinterm Horizont das Glück: Martin Scorsese feiert in seinem grandiosen Kinostück "Aviator" Howard Hughes, den Mann, der Kameras, Triebwerke und sowieso die Frauen liebte.

Die Fliegerei interessiert mich sehr, sagt der junge Mann, und das hat wirklich Charme, diese treuherzige Untertreibung, diese unternehmungslustige Koketterie, mit der Young Howard Hughes die große Passion seines Lebens verkauft, seinen ganz persönlichen amerikanischen Traum - die Grenzenlosigkeit des Himmels über den Ebenen, die Geschwindigkeit, mit der man seine Maschinen hochzieht und seine Mädchen.

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Leonardo DiCaprio und Kate Beckinsale in "Aviator": er spielt Hughes, sie Ava Gardner. (© )

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Und natürlich kann man beides sehr schön miteinander verbinden - auf einer der zahllosen enervierenden Partys schnappt Howard (Leonardo DiCaprio) sich die geliebte Kate Hepburn und improvisiert mit ihr einen Flug übers nächtliche L.A., der die Dinge, in jeder Hinsicht, zum Schweben bringt.

Er schwingt ihr den Steuerknüppel vor den Schoß und holt aus der Kühlbox eine Flasche strahlend weißer Milch, aus der auch sie trinken darf - trotz seiner panischen Furcht, sich fremde Keime und Bakterien bei anderen Menschen zu holen.

So sind sie eben, die Scorsese-Männer, und seltsam und naiv sind ihre Methoden, ihre Liebe zum Ausdruck zu bringen - mit Wehmut erinnert man sich, wie damals Travis Bickle, der Taxi Driver, ganz selbstverständlich den blonden Traum seines Lebens ins Pornokino ausführte!

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