Heidenreich greift Gottschalk an und Reich-Ranicki verteidigt ihn, woraufhin Gottschalk für Heidenreichs Sendung absagt. Im Kindergarten der Großen.
Über Marcel Reich-Ranicki, 88, dichtete Elke Heidenreich in ihren beiden - von der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung veröffentlichten - Tiraden zur Qualität des deutschen Fernsehens und des ZDF-Kollegen Gottschalk verschwörerisch: der "alte Mann". So auch jetzt im Gesellschaftsmagazin Bunte. Dort wird sie jedenfalls mit dem Satz zitiert: "Ich habe (...) einen Kniefall gemacht: Lasst mich das machen für den alten Mann, bitte."
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Ob Elke Heidenreich auch in Zukunft "mit dem Zweiten besser" sieht, wird sich erst noch herausstellen. (© Foto: ddp)
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Was sie gerne machen wollte, durfte stattdessen Thomas Gottschalk: die Laudatio auf Reich-Ranicki halten, weil der für sein Lebenswerk geehrt werden sollte beim Deutschen Fernsehpreis vor zwei Wochen. Was bekanntlich mit der Ablehnung des Preises durch Reich-Ranicki endete und einer Fundamentalkritik am kommerziellen und öffentlich-rechtlichen Programmniveau.
Die Ablehnung ist Heidenreich, 65, offenbar nicht gut bekommen. Gottschalk, vertraute sie Bunte an, sei ein "müder alter Mann". Sie finde nicht, dass er noch ein guter Moderator sei. Kann man so meinen.
Kurioserweise wird der 58-jährige Gottschalk aber nun ausgerechnet von Reich-Ranicki verteidigt, für den Heidenreich auf die Knie gehen wollte.
Der Süddeutschen Zeitung sagte Reich-Ranicki an diesem Mittwoch: "Auf mich sollte, wie auf alle anderen Preisträger, keine richtige Laudatio gehalten werden, nur einige Sätze sollte Gottschalk über mich sagen. Die Heidenreich glaubte, er, Gottschalk, sei dazu nicht geeignet und wollte, dass man ihm das wegnimmt, und sie beauftragt. Aber das ZDF wollte sich darauf nicht einlassen. Gottschalk hat es übrigens sehr gut gemacht."
Möglicherweise wird Heidenreich bald etwas weggenommen. Dass sie öffentlich bekennt, sich für das ZDF zu schämen ("Von mir aus schmeißt mich jetzt raus") - wo sie seit fünf Jahren die Büchersendung "Lesen" präsentiert -, gleichzeitig aber ihre Vertragsverlängerung verlangt über 2008 hinaus ("Der Kampf fängt gerade erst an"), kam beim ZDF nicht gut. Ein reger Schriftverkehr zwischen der ZDF-Intendanz und Heidenreich soll bisher keine Entspannung gebracht haben.
An der Ausstrahlung der nächsten "Lesen"-Ausgabe (31. Oktober) hält der Sender allerdings noch fest. Gast soll der Sänger Campino von den Toten Hosen sein. Für die Dezember-Folge war ursprünglich Thomas Gottschalk geladen, der hat höflich abgesagt.
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(SZ vom 23.10.2008/jb)
Umweltstiftung WWF in der Kritik
Frau Heidenreich hat sicherlich recht mit Ihrer Einschätzung von Herrn Gottschalk und dem ZDF (-Intendanten) . . .
Meine höchste Sympathie erhält Frau Heidenreich aber erstens dadurch, daß sie sich nicht scheut Ihre Meinung offen zu sagen (nicht hintenrum sondern öffentich) ... und zweitens dadurch, daß sie dazu hinterher auch noch steht.
Hand auf's Herz : Gottschalk ist doch schon lange nicht mehr zu ertragen : immer die gleichen flachen Scherze, immer diese Langeweile zu bester Sendezeit, immer dieses feige aufLiebKindchenmachen bei den Omis und Opas. Gottschalk ist doch für DIESE Sendezeit einfach nur noch eine Zumutung.
Keine Ahnung wieviel Leute bei Gottschalks "Wetten dass" noch interessiert zuschauen - wenn es viele sind, sollte man mal prüfen, ob die Leute wirklich schauen, oder Gottschalks Stimme nur als Einschlafhilfe nutzen ...
ist sie immer noch die Else Stratmann, die einst vergeblich versucht hat, sich als weiblicher Tegtmaier zu gerieren.
Ich habe auch verstanden: Nämlich, daß Elke Heidenreich ausgesprochen von sich selbst eingenommen ist und ihre Heldentaten (Errettung des MRR von Reihe vier aus, eisige Laudatio), die sich, bis auf das Rausekeln von Thomas Gottschalk durch Beschimpfungen noch vor der angesetzten Sendung, doch eher im Bereich ihres ganz persönlichen Wunschdenkens bewegen.
wird sich der Verfasser des Artikels denken, der übrigens - Sie haben wohl erst unlängst mit dem Lesen angefangen? - Christopher heißt und davon abgesehen offenbar seit Jahren als Medienredakteur tätig ist. Solche Kommentare zeugen von der gleichen berechenbaren Larmoyanz, übersteigertem Selbstwertgefühl und Pseudoempörung , die auch Frau Heidenreichs Statements ausmachen und deshalb auch nicht mehr als eine lockere Protokollierung unter der Rubrik Kindergarten verdienen.
Elke Heidenreich hat sich klar geäußert. Die FAZ-Redakteure haben sie verstanden. Christof Keil übt hier Formulierungen und hat wohl erst damit angefangen. So haben wir wenigstens einen Grund, zu grinsen. Zum Lachen reicht es noch nicht. Einfach weiter üben, und Klatschreporter-Treffs meiden. Das wird dann schon.
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