Manch einer mag ob dieser Frage die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, doch vor einem Kölner Gericht wird sie heute ernsthaft verhandelt: Ist Dieter Bohlen als Juror von "Deutschland sucht den Superstar" ein Künstler?
Vor dem Sozialgericht Köln hat am Mittag der Prozess um die Frage begonnen, ob Dieter Bohlen als Juror der RTL-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" ein Künstler ist. In diesem Fall müsste RTL Pflichtabgaben an die Künstlersozialkasse zahlen, wie ein Gerichtssprecher erklärte. Die Kasse hatte für die verschiedenen Staffeln von "Deutschland sucht den Superstar" zwischen 2002 und 2006 rund 173 000 Euro gefordert.
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Dieter Bohlen am 3. November in seiner neuesten Sendung: "Deutschland sucht das Supertalent". (© Foto: ddp)
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Die Künstlersozialkasse finanziert sich aus Beiträgen der Versicherten, Mitteln des Bundes und den Pflichtabgaben von Unternehmen, die Kunst verwerten. Grundsätzlich seien auch Fernsehsender wie RTL verpflichtet, die Abgaben zu zahlen, falls sie künstlerische Leistungen in Anspruch nehmen, erläuterte der Sprecher. RTL vertritt allerdings die Auffassung, dass Bohlens Tätigkeit als Juror keine Kunst sei und deshalb auch keine Abgaben fällig werden.
Das Gericht will voraussichtlich noch am Montag seine Entscheidung verkünden.
(sueddeutsche.de/ddp/ihe)
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Wenn Sie's schon nicht schreiben:
Etwa 3,4 Millionen Euro für 2002 bis 2006.
173.000 Euro? Nur für den Bohlen-Anteil an der Sendung?
Daraus läßt sich natürlich wunderbar die RTL-Gage des Herrn Bohlen ausrechnen. Viel Spaß. Es ist eine seeeehhhr große Summe. Wieso eigentlich hat sich die SZ nicht die kleine Mühe gemacht? Wäre doch herrlich geeignet für's modische Bohlen-Bashing.
Ohschreckohgraus, die KSK.
Ich hatte auch mal mit denen zu tun, grauenhaft. Vom Typus: ahnungsloser "Beamter".
Es gibt eine wunderbare Glosse über diese Kasse, war mal im "Raben" abgedruckt. Such' ich gleich mal raus.
Auch wenn es sich hier um einen äusserst schlechten, fragwürdigen Künstler handelt.
Hr. Bohlen wurde sicherlich nicht auf Grund seiner besonderen pädagogischen Qualifikationen eingeladen, sondern weil er es als Künstler zu einer gewissen Berühmtheit gebracht hat und somit noch mehr Menschen diesen Quatsch glotzen.
Somit ist er also Künstler.....
Das ist noch so eine Organisation, die in der letzten Zeit durch die Gegend wandelt und verucht, über zweifelhafte Gesetze eine Menge Kohle in die Kasse zu spülen. Egal, ob Wort (auch ein Foliensatz kann dazu gehören), Bild (auch ein Image für eine Webseite), überall veruschen Sie, die Auftraggeber von Freiberuflern zu Abgaben zu zwingen.
Wohl gemerkt: Als Freiberufler kann man auch verpflichtet sein, in die Küsntelersozialkasse zu zahlen, aber wenn man dazu nicht verpflichtet ist, heißt das noch lange nicht, dass man keine "Kunst" erzeugt und der Auftraggeber zahlen muß. übrigens bekommt der "Künstler" in diesem Fall gar nichts von der Sozialkasse. Das ist doch mal eine feine Sache.
Das endet dann darin, dass Auftraggeber sich per Vertrag vom Freiberufler bestätigen lassen, dass die Leistung keine Abgaben an die Künstlersozialkasse nach sich ziehen und dann darf der Freiberufler im Zweifelsfall für seine eigene "Kunst" etwas an die Kasse zahlen.
Super Sache! Na irgendwie ist es ja dann doch schon Kunst.
Paging