Ärger im Eisbärenbaby-Idyll: Der Deutsche Journalisten-Verband wirft dem Berliner Zoo vor, Reporter durch einen "Knebelvertrag" zu positiven Berichten zwingen zu wollen.
Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) wirft dem Berliner Zoo vor, Reporter durch einen "Knebelvertrag" zu positiver Berichterstattung zwingen zu wollen. Der Grund ist die Nutzungsvereinbarung für den Pressebereich des Zoos im Internet. Um Zugang zu erhalten, müssen sich Journalisten verpflichten, die dort zur Verfügung gestellten "Materialien nicht für Darstellungen zu verwenden oder zu überlassen, die die Zoologischer Garten Berlin AG oder ihre Mitarbeiter in einem ungünstigen Licht erscheinen lassen".
Pelziges Objekt journalistischer Begierde: Knut am Montag. (© Foto: AP)
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Der DJV fordert, die Nutzungsvereinbarung umgehend zu ändern. "Der Berliner Zoo hat nicht das Recht, in die Freiheit der Berichterstattung einzugreifen", sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Gerade vor dem Hintergrund der internationalen Sympathiewelle für das Eisbärbaby Knut seien Knebelverträge für Journalisten nicht nachvollziehbar. "Der Berliner Zoo muss künftig alle Versuche unterlassen, Berichterstattung zu steuern", sagte Konken.
(SZ v. 12.4.2007)
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schuld daran nach dem aprilscherz. aber mal aprilscherz beiseite. karstenke, daß mit der linkspartei und der sz sehe ich erschreckenderweise genau so - wie heißt da nur der zoodirektor???
selber aufgegeben.
in allen medien die gleichen berichterstattungen, die gleichen begriffe, egal was aus dem iran kommt es ist propaganda, egal was aus dem irak kommt es sind aufständische, die linkspartei wird mehr oder weniger totgeschwiegen und und und
liebe journalsiten, mehr wie dpa meldungen abschreiben könnt ihr doch eh fast alle nicht mehr.
Die positve Berichterstattung bringt Auflage fuers Boulevard.
Lenkt von anderen Problemen im Land ab.
Ich glaube eher dass ein grosser deutscher Verlag in HH und Berlin seiner Knut-Reporter insofern vergattert hat positiv ueber den weissen Bären zu schreiben, weil man damit Auflage macht. sprich Geld verdient.
Um in deren Sprachen zu sagen KNUT-GEIL.
Ausserdem wird in der Berliner Kochstrasse festgelegt wie der arme Knut zu händeln ist.
So isses !
Und die anderen seriösen Blatter können dann nicht anders und schreiben nach und ab.
Zwei Bild-überschriften als Einleitung:
"Armer, süßer Eisbär Knut Du darfst deine Mama nicht sehen, sonst frisst sie dich auf!" oder "Armer, süßer Eisbär Knut - Tierschützer fordert seinen Tod". Ein Eisbären-Welpe ist ein Boulevard-Thema, das, in einer Zeit, wo Bilder von wildlebenden Eisbären, die auf einsamen Eisschollen verhungernd dahintreiben, die Titelblätter füllen, bestens funktioniert. Doch wer weiß, was diese Boulevard-Blätter sich so alles einfallen lassen, wenn die Wirklichkeit zu ehrlich ist. Der Imagination sei hier freier Lauf gelassen.
Richtig ärgerlich wird es dann, wenn die immaginären Überschriften mit den Bildern illustriert werden, die der Zoo oder jede andere betroffene, im Rampenlicht stehende Institution, im besten Glauben selbst zur Verfügung gestellt hat. Es ist ja nicht so, dass die Presse nicht "schlecht" oder verdreht oder sonst irgendwie über Knut schreiben dürfe; sie kann dies auch mit Bildern illustrieren. Jedoch nur mit Bildern, die sie auch selbst produziert hat. Sie kann auch das Informationsportal des Zoos zur Recherche nutzen. Sie ist ja nicht gezwungen das zur Verfügung gestellte Material zu recyclen. Das der Berliner Zoo der Presse die neusten Skandale um Knut nicht auf dem Silbertablett liefern will, ist verständlich und hat nichts mit Knebel zu tun.
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