Ausgelesen: Bei den "Tagesthemen" war Ulrich Wickert ein Star, nun verliert er sehr schnell seine Sendung "Wickerts Bücher". Die Hoffnungen der ARD haben sich nicht erfüllt.
Am 14./15. Mai treffen sich die Kulturchefs der ARD - und eine der Fragen war, wie es weiter gehen sollte mit den beiden Büchersendungen in der Nacht von Sonntag auf Montag, mit "Druckfrisch" von Denis Scheck und "Wickerts Bücher" von Ulrich Wickert. Die Sache hat sich erledigt: Wickert kündigte jetzt an, seine Büchersendung im ARD-Fernsehen nicht weiterzuführen. Bereits am Freitag hat er den NDR informiert. Am 20. Mai läuft nun seine letzte Büchersendung im Ersten.
(© Foto: dpa)
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Wickert hatte in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung seine Beweggründe dargelegt. Er will sich nun einiger neuer Projekte annehmen, und befindet sich mit seinem Heimatsender NDR über eine Sendung in intensiven Gesprächen.
"Wir bedauern die Entscheidung von Ulrich Wickert, ...respektieren sie aber selbstverständlich", erklärt NDR-Fernseh-Programmdirektor Volker Herres. Wickert möchte sich in Zukunft zunächst ganz darauf konzentrieren, eigene Bücher zu schreiben. Herres dankte dem TV-Mann für sein Engagement bei "Wickerts Bücher". Und er erklärte: "Die Akzeptanz der Literatursendung bewegte sich im Ersten in einem Rahmen, den ich für diese Art der Kulturberichterstattung für normal halte." Mit "Druckfrisch" biete das Erste, so Herres, weiterhin verlässlich ein Literaturmagazin an.
Nach Beendigung seiner Karriere als "Tagesthemen"-Moderator im August 2006 hatte Wickert vor dem Start von "Wickerts Bücher" gesagt, mit der Buchsendung werde einer seiner "heimlichen Träume erfüllt". Das klang gut, und der Start mit einem Günter-Grass-Gespräch verhieß viel. Nun also das Ende, nach nur sieben Ausgaben. Dabei hatte Wickert dafür zusammen mit einem Ableger von Spiegel TV eigens eine Produktionsfirma gestartet.
Von Januar bis März lockte Wickert in der Nachtzeit gerade mal 520.000 Zuschauer (Marktanteil: 4,2 Prozent) - nur wenig mehr als der nicht so bekannte, dafür aber sehr versierte Denis Scheck mit "Druckfrisch" (420.000 und 3,9 Prozent).
Wickert erklärt, ARD-Programmdirektor Günter Struve und NDR-Intendant Jobst Plog hätten ihn weitermachen lassen wollen. Er moderiere weiterhin "Wickerts Bücher" an jedem ersten Sonntag im Monat im Hörfunksender NDR Kultur gemeinsam mit einem Gast-Autoren.
(sueddeutsche.de/dpa)
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Schade, daß es nicht mehr "Fernsehleute" von seinem Format gibt, die auch was zu erzählen haben und nicht nur heisse Luft ausstossen!
Aber Leute wie "aposto" mögen ihn halt einfach nicht, vielleicht ist er ihnen auch zu frankophil, vielleicht auch einfach zu "hoch" - ich weiss es nicht und es ist mir auch egal!
Ich finde es einfach nur schade und hoffe, dass ähnliche Leute bei den Öffentlich-Rechtlichen "nachwachsen".
Hoffentlich verschont man uns künftig.
Ulrich Wickert mag ein akzeptabler Nachrichtensprecher gewesen sein, aber das war's dann auch schon.
Er kommt mir vor, wie ehedem einige Fussballer, die meinten, unbedingt singen und sich neben ihrem Fussballer-Gehalt noch "ein bisschen was" dazu verdienen zu müssen.
Nein, Wickert hat weder genügend Format noch ausreichendes intellektuelles Potential - auch wenn er meint, er müsse überall mitreden.
Ulrich Wickert, intellektuell?
Meint er (er !) . Außer SPD-Moralin hat der Mann aber nichts drauf, und diese monistische Ausrichtiung ist es gerade, die den Nicht-Intellektuellen ausmacht.
Den Beleg für Ihre These liefern Sie ja auch gleich mit..... "intellektuell"..... :-)
Es war vorherzusehen, daß man ihm zwar den Tagesschausprecher mit der Gabe, Wärme ins Wohnzimmer zu sprechen, abnahm, nicht jedoch jemanden, der fähig ist, zu später Stunde noch geistvoll Zuschauer mit Inhalten fremder, durchschnittlicher Bücher zu fesseln.
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