Obskure Zeugenaussagen, grobkörnige Fotos und Videos - Grundlage für mindestens 100 verschiedene Verschwörungstheorien zum 11. September. Ein Buch widerlegt nun die populärsten von ihnen.
"9/11 was an inside job", riefen einige heisere Stimmen in den Feierabendverkehr, also etwa: "9/11 wurde von der Regierung angezettelt", doch sehr zahlreich war das "Truth Movement" nicht vertreten, als es sich vergangene Woche am New Yorker Columbus Circle versammelte.
Anzeige
Obwohl aber nur eine Handvoll Verschwörungstheoretiker zu dieser Demonstration kam: Auch sechs Jahre nach den Anschlägen vom 11. September haben die unterschiedlichsten Theorien zu den Anschlägen nichts von ihrer Faszination verloren.
Wie bei allen großen, schockierenden Ereignissen der amerikanischen Geschichte, allen voran der Ermordung von John F. Kennedy, halten sie sich scheinbar ewig und haben ihren Platz auch in den Hinterköpfen der vernünftigeren Menschen - als eine alternative Version der Realität, die man sich sicherheitshalber zur möglichen späteren Neuvergabe aufhebt.
Über 100 Bücher erzählen mittlerweile ebenso viele Varianten der Ereignisse. Doch der eigentliche Ort der 9/11-Mythen ist das Internet: Allerorten findet man obskure Zeugenaussagen, grobkörnige Fotos und Videos, "die die Regierung SIE nicht sehen lassen will".
Die Zeitschrift Popular Mechanics hat nun die am häufigsten wiederholten Theorien von Spezialisten prüfen lassen. Das Buch "Debunking 9/11 Myths", das die Ergebnisse zusammenfasst, bestätigt in allen Punkten den "9/11-Commission Report", die offizielle Erzählung der Ereignisse.
Flugtechnische Anfänger wie die Terroristen sie waren, wären nie in der Lage gewesen, drei große Flugzeuge so präsise in ihr Ziel zu steuern, lautet einer der plausibleren Einwände gegen die offizielle Version. - Es ist ausgesprochen einfach ein Flugzeug zu steuern, widersprechen Experten - sofern man es nicht starten, landen oder durch schlechtes Wetter fliegen muss.
Außerdem sei die Ausbildung der vier Piloten so dürftig gar nicht gewesen. Warum wurden die Flugzeuge nicht abgeschossen oder zur Landung gezwungen? Es habe eine Anweisung gegeben, darauf an diesem Tag zu verzichten.
Tatsache ist: Der amerikanische Luftraum war weitgehend ungeschützt. Als die Fluglotsen verstanden hatten, dass die Flugzeuge in der Hand von Terroristen waren, war es zu spät, noch Maßnahmen zu ergreifen. Präsident Bush hat tatsächlich einen Befehl zum Abschuss von entführten Passagiermaschinen unterschrieben, doch das geschah erst, nachdem das vierte Flugzeug in den Acker in Pennsylvania gestürzt war.
Nicht genug Kerosin
Die Maschinen, die in die Twin Towers rasten, haben keine Fenster gehabt oder seien mit Raketen bestückt gewesen, heißt es. Und das Pentagon sei mit einer Rakete getroffen worden. Die Passagiere der drei Flüge habe man in das vierte Flugzeug gesetzt, um sie durch den Absturz zu töten. Auch das ist erwiesenermaßen falsch.
Die populärsten Theorien ranken sich um den Einsturz der Twin Towers und des Gebäudes World Trade Center 7. Der Aufprall der Flugzeuge und das Kerosin allein hätten nicht gereicht, um die Türme so stark zu beschädigen, heißt es. Sie müssen also zuvor mit Bomben bestückt worden sein.
Beweis dafür seien die Staubwolken, die beim Einsturz aus den Türmen traten. Die Experten haben den Kollaps der Statik jedoch Schritt für Schritt dargelegt. Dass Nummer 7 durch die Folgen der unkontrollierten Brände allein einstürzte, sei nicht nachvollziehbar, sagen die Verschwörungstheoretiker. Man habe es zum Einsturz gebracht.
Mal heißt es, um Daten aus dem städtischen Notfallzentrum, das darin eingerichtet war, zu vernichten, mal, um die Versicherungssumme zu kassieren. Unsinn, aber so weit verbreitet, dass sogar Ex-Präsidentschaftskandidat John Kerry daran glaubt: Ja, es sei kontrolliert zum Einsturz gebracht worden, aber nur um größeren Schaden an anderen Gebäuden zu vermeiden, sagte er bei einem Auftritt.
Widerlegungen gleich eingebaut
Wenn hier die offizielle Version der Mythenbildung Tür und Tor öffnet, dann tut sie das erst recht beim Anschlag auf das Pentagon. Die Überwachungskamera, deren "Video" als einziges Dokument des Aufpralls veröffentlicht wurde, nahm nur ein Bild pro Sekunde auf.
Der Moment, als die Boeing 757 auf die Fassade des Pentagon zuraste, fiel leider genau zwischen zwei dieser Aufnahmen. Für viele ist das Beweis genug, dass es sich gar nicht um ein Flugzeug, sondern um eine Rakete gehandelt habe. Die vielen Menschen, die das Flugzeug sahen, sind Teil der Verschwörung.
Auch der vierte Jet, United Airlines 93, ist Gegenstand etlicher Theorien. Die populärste: Er wurde in der Luft abgeschossen. Das bewiesen die winzigen und angeblich weit verstreuten Trümmer. Sogar der F-16-Pilot, der den Abschussbefehl ausführte, sei namentlich bekannt, heißt es.
Ein weiteres Indiz, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugegangen sei, seien die Handy-Anrufe aus dem Flugzeug, die technisch gar nicht möglich seien. Nach der Recherche von Popular Mechanics ist an alledem nichts dran.
Es liegt in der Natur von Verschwörungstheorien, dass ihre Widerlegung sofort in die angebliche Verschwörung eingebaut wird. Kaum hatten die Autoren von Popular Mechanics ihr Buch veröffentlicht, wurden sie als Komplizen des großen "cover up" angegriffen. Und der Theologe David Ray Griffin, der schon mehrere 9/11-Bücher geschrieben hatte, legte sofort mit dem dreimal so umfangreichen Buch "Debunking 9/11 Debunking" nach.
(SZ vom 11.9.2007)
Voreiliges Buch "Der Pott ist dahoam"
.....weder für die offizielle noch für die Verschwörungstheorie Beweise......also was soll´s?
"[ironisiertes Geschwafel]... stark vereinfachte Begründung des "unanständigen" Gedankens (mit der Bitte um Zerpflückung): ...[ironisiertes Geschwafel]"
Nichts einfacher als das:
1. Silverstein sagt selbst, dass das Gebäude gesprengt wurde: http://youtube.com/results?search_query=wtc7+pull&search=Search
2. Ein Hochhaus kann nur durch eine kontrollierte Sprengung so sauber und so zügig in sich zusammenfallen
"Die Experten haben den Kollaps der Statik jedoch Schritt für Schritt dargelegt."
Falsch für WTC7: Bisher hat das NIST ("National Institute of Standards an Technology" - entspricht wohl in etwa unserem deutschen Materialprüfungsamt BAM) dieses nur nur für die Türme 1&2 getan: http://wtc.nist.gov/pubs/reports_june05.htm
Seit Juni 2005 heißt es auf der NIST-Webseite: "The NIST investigation of the WTC 7 building collapse is not yet complete."
Sie schrieben:
"Auch die Begründungen für den kompletten Zusammenbruch des nicht(!) getroffenen Gebäudes feheln völlig."
Nun ja, ich könnte mir vorstellen, aber nur "sehr, sehr vage", dass ein "kleines" Gebäude in unmittelbarer Nachschaft zu zwei sehr großen Gebäuden nach deren Einsturz ein klitzekleiness bisschen an Stabilität verliert.
stark vereinfachte Begründung des "unanständigen" Gedankens (mit der Bitte um Zerpflückung):
Die zwei Türme haben ein sehr hohes Eigengewicht, das durch den Einsturz in unmittelbare Umgebung auf die Oberfläche prallte (ich glaube dieser Umstand kann als gesichert gelten seit Sir Isaac Newton). Dieser anhaltende Aufprall "könnte" zu einer Erschütterung des Baugrundes geführt haben (das ist bestimmt sehr weit hergeholt, da ja nur ein schwerer Güterzug am Bahnübergang die unmittelbare Umgebung zu Schwingungen=Erschütterung anregt, das Übertragen dieses Phänomens auf 9/11 verbietet sich bestimmt). ich könnte mir weiterhin vorstellen, dass angesichts des sehr hohen Eigengewichtes und der Dauer des Einsturzes der beiden Türme diese Erschütterungen einem Erdbeben vergleichbar waren (also hier werde ich bestimmt ganz unsachlich). Weiterhin habe ich schon mal gehört (ja, ja immer nur vom Hörensagen), dass bei einem Erdbeben Gebäude einstürzen können oder ihre "strukturelle Integrität" beeinträchtigt werden kann (bestimmt nur Gerüchte...). Nimmt na jetzt noch eine verschwinden kleine Wahrscheinlichkeit dazu, nämlich dass herabstürzende Teile der Türme vor und während des Einsturzes das Gebäude Nr. 7 auch getroffen haben können (Schwachsinn, ich weiß, war ja ganz deutlich zu sehen in den Aufnahmen aus ??? m Entfernung, dass das Gebäude unbeschädigt war!), dann kann ich, wie schon gesagt, mir "sehr, sehr vage" vorstellen, dass Nr. 7 von alleine einstürzt. Aber wie gesagt: bestimmt alles Schwachsinn.
Hier die wahrscheinliche Variante:
Schon Tage vorher haben Geheimdienstler in Nr. 7 Löcher gebohrt und Sprengladungen installiert und Kilometer Zünskabel gezogen. Weil Geheimdienst natürlich geheim, ist doch klar. Und nachdem sie wußten dass alle verfügbaren Fernseh- und Videokameras auf das Gebäude schauen (dazu mußten vorher die Türme einstürzen, denn sonst h&
www.0815-info.de/kupferberg.html
viel spass!
Paging