Weiterbildung Kann ich mich als Berufstätiger auch im Ausland fortbilden?

Menschen, Frankreich, Paris, Reisen, Tourist, Monumente, Sehenswürdigkeit, Eiffelturm, Stadt, Fröhlich, istockphoto Menschen, Frankreich, Paris, Reisen, Tourist, Monumente, Sehenswürdigkeit, Eiffelturm, Stadt, Fröhlich, istockphoto

Fremdsprachen auffrischen und fachlich dazulernen: Selbst wer schon seit Jahren im Beruf steht, kann von einem Auslandsaufenthalt profitieren. Für verschiedene Weiterbildungsangebote gibt es sogar lukrative Zuschüsse.

Von Sabrina Ebitsch

Schüleraustausch in der zehnten Klasse versäumt? An der Uni keine Zeit oder kein Geld für das Studieren im Ausland gehabt? Auch wer es bisher nicht geschafft hat, außerhalb Deutschlands nicht nur zu reisen, sondern auch zu lernen, hat als Berufstätiger noch viele Optionen. Weiterbildungsangebote im Ausland bringen einen nicht nur fachlich, sondern auch sprachlich weiter - sei es ein Praktikum in einem Unternehmen der eigenen Branche, ein Seminar, ein Sprachkurs oder auch ein Studienaufenthalt. International agierende Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern oft auch firmenintern die Möglichkeit, für einige Wochen oder Monate an einem anderen Standort zu arbeiten und so die Struktur und Herangehensweise dort kennenzulernen.

Ein guter Ausgangspunkt für die Suche nach geeigneten Auslandsaufenthalten ist die Webseite der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit, die Bildungsprogramme für 30 europäische Länder anbietet. Unter der Hotline 0 228/ 713 - 1313 kann man sich persönlich beraten lassen. Auch die Handwerks-, Industrie- und Handelskammern haben ein Beraternetzwerk für Auslandsaufenthalte in der beruflichen Bildung eingerichtet.

Das Bildungsministerium fördert die Informations- und Beratungsstelle für Auslandsaufenthalte in der beruflichen Bildung IBS, die bei Auswahl, Vorbereitung und Organisation unterstützt. Die Europäische Kommission betreibt das Infoportal Ploteus, über das man europaweit nach Lernangeboten, darunter auch Weiterbildungsprogramme, suchen kann.

Welche Fördermöglichkeiten es gibt

Damit der berufliche Auslandsaufenthalt nicht am Geld scheitert, gibt es einige Förderprogramme, die bei Organisation und Finanzierung helfen - etwa auf EU-Ebene. Allerdings ändern sich hier im Laufe des Jahres die bekannten Strukturen: Die vier Säulen des bisherigen Programms Lebenslanges Lernen werden in dem Programm Erasmus+ zusammengeführt. Eine Sparte für berufliche Bildung, die bisher unter dem Namen Leonardo Da Vinci lief, gibt es aber weiterhin mit denselben Voraussetzungen. Berufstätige werden unter anderem bei Fortbildungen in einem anderen europäischen Land mit Zuschüssen für Reise, Sprachkursgebühren oder Unterkunft unterstützt. Allerdings richtet sich das Angebot nicht an den Einzelnen, sondern an Unternehmen oder Kammern, die dann wiederum ihre Mitarbeiter oder Mitglieder ins Ausland schickten. Weitere Infos gibt es bei der Nationalen Agentur Bildung für Europa oder bei der Europäischen Kommission (in englischer Sprache).