Trotz Bestnoten wollte Baden-Württemberg einen Lehrer nicht einstellen - weil er sich in der linken Szene engagierte. Nun erhält der Pädagoge Schadenersatz.
Ein Heidelberger Realschullehrer erhält rund 33.000 Euro Schadenersatz, weil ihn das Land Baden-Württemberg mit einem unzulässigen Berufsverbot belegt und jahrelang nicht eingestellt hatte. Das entschied das Landgericht Karlsruhe in einem am Dienstag verkündeten Urteil.
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Lehrer Michael Csaszkoczy: Er lieferte sich einen jahrelangen Rechtstreit mit dem Land Baden-Württemberg. (© Foto: dpa)
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Demnach war der linke Lehrer in der Antifaschistischen Initiative engagiert und musste sich seine Einstellung in einem langwierigen Rechtsstreit erkämpfen. Weil das Verfahren vom Stuttgarter Kultusministerium gesteuert worden sei, hafte das Land für den Schaden, urteilten die Richter.
Das Land hatte die Übernahme des Lehrers 2002 trotz Bestnoten abgelehnt, weil er Mitglied der Antifaschistischen Initiative Heidelberg war, die vom Landesamt für Verfassungsschutz als "linksextrem" eingestuft wird.
Bürgermedaille für Zivilcourage
Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württembergs hob diese Entscheidung schließlich im März 2007 auf und verwies darauf, dass der Lehramtsbewerber sich in der Jugendarbeit gegen rechte Gewalt engagiere und in Heidelberg deshalb für die Verleihung der Bürgermedaille für Zivilcourage vorgeschlagen worden war. Der Pädagoge war seit 1992 vom Verfassungsschutz beobachtet worden, konkrete Rechtsverstöße konnten im aber nicht nachgewiesen werden.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) nannte das Urteil "Politikunterricht" für die baden-württembergische Landesregierung. Für sie sei es peinlich, wenn ein Gericht entscheiden müsse, dass sie anders denkende Lehrerinnen und Lehrer auszuhalten haben, erklärte die GEW. Für Schulen in einer Demokratie sei das eine Selbstverständlichkeit.
(AFP/bön)
Debatte über Urheberrecht
HMCore: "Gleichsam bekenne ich mich dazu Antifaschismus zu symphatisieren bzw zu unterstützen/fördern."
Warum kapieren manche Leute nicht, dass Antifaschismus auch möglich ist, ohne gleich Linksfaschist zu werden?
Demokratie befindet sich in der Mitte!
Was haben Sie denn heute geraucht, joe-malik?
Ihr Fazit, die Polizei verabrede sich in Hooligan-Manier, um harmlos demonstrierende Linke am 1.Mai zu vermöbeln, ist wirklich brilliant.
Weiter so.
es geht hier nicht um das Paradies auf Erden, da wenden sie sich bitte an die theologische Fraktion.
Ein leben in Würde, DAS wäre doch schon mal was! Weitere Beispiele sind nicht mehr drinne - Sperrstunde...
Der Sozialismus ist totalitär und damit antidemokratisch. Es gab genug "gescheiterterte Versuche", kein einziger ist geglückt. Und dennoch soll dereinst einmal das Paradies auf Erden einkehren, vielleicht nach dem 1.000.000 ten VErsuch und 1.000.000.000 Todesopfer später?
Ihr Beitrag "Müssen in D erst wieder Menschen sterben" war ein überzeugendes statement! Rechte sind durch die Bank antidemokratisch, während das linke Spektrum nicht nur breit ist, sondern auch den Gegenpart zum Konservatismus bildet.
Während also dem Konservativen Veränderungen des status quo von jeher ein Gräuel sind, strebt der linke Geist hin zu Ungerechtigkeits-Korrekturen.
Die Versuche der Faschisten, die Zeit zurück zu drehen, überbordene Nationalstaatlichkeit wieder zu beleben und diesen demokratischen Staat aus den Angeln zu heben, werden von denen dadurch kaschiert, indem sie einfach behaupten, ALLE "Linken" (also sozial denkende und engagierte Menschen) wären Extremisten.
Selbstredend gibt esMitmenschen, die für sozialen Veränderungen auch Gewalt nicht ausschließen. Aber das ist im linken Spektrum eine Ausnahme - im Gegensatz zu denen, die braune Hetzjagden auf die Unversehrtheit von Mitmenschen veranstalten, die als Sündenböcke für die Misere herhalten sollen wie anno dazumal!
Aber wer solche "Linksextreme" kennen lernt, lernt auch deren Biografie kennen. Und die ist von Gewalt geprägt: Mit prügelnden Eltern fing es nicht selten an - und irgendwann war es dann der Pozileiknüppel...
Ich fürchte Schlimmes für den 1. Mai in Berlin. Die Ordnungs-Macht hat medial durch die Blume zu verstehen gegeben, dass ab Anbruch der Dunkelheit "mit Krawallen zu rechnen ist". Hooligans verabreden sich so! Motto: tagsüber zuviele Zeugen, aber ab abends stehen wir bereit für unser Kräftemessen...
Gruß aus BigB: jm
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