Stress bei Schulkindern Traurig, gereizt und aggressiv

Immer mehr Schulkinder leiden an den Folgen von Stress und Überlastung. Eine aktuelle Studie bestätigte nun den beunruhigenden Trend.

Zunehmend viele Eltern bemerken bei ihren Schulkindern Symptome von Stress. 42 Prozent der Befragten gaben bei einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK an, ihre Sprösslinge litten häufig oder gelegentlich an Stress.

Stress bei Schulkindern: Tendenz steigend, ergab die Forsa-Umfrage.

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In der Gruppe der 12- bis 18-Jährigen sei sogar jeder Zweite betroffen, teilte die DAK am Dienstag mit. Die Tendenz ist steigend. Bei einer Umfrage im Jahr 2005 waren es in dieser Altersgruppe erst 41 Prozent. Gleichzeitig ist die Anzahl der selten gestressten Schulkinder in diesem Zeitraum von 34 auf 25 Prozent gesunken.

Regional gibt es bei den Angaben der Eltern Unterschiede. In den alten Bundesländern leiden 21 Prozent der Schüler häufig an Stress, in den neuen Ländern nur 15 Prozent. Laut DAK sind die Gründe, in Stress zu geraten, vielfältig: Leistungsdruck, Konflikte mit Lehrern oder in der Familie, aber auch anstrengende Freizeitaktivitäten zählten dazu.

Bemerkbar mache sich die Belastung unter anderem durch Nervosität (57 Prozent) sowie Kopf- und Bauchschmerzen (50 Prozent). 43 Prozent der Eltern beobachteten, dass sich ihre Kinder zurückziehen und traurig sind oder gereizt und aggressiv reagieren (42 Prozent).

Nach Angaben der Eltern bekommen zwölf Prozent der gestressten Schüler deshalb Medikamente. Jedes dritte Schulkind leide unter Lern- und Leistungsstörungen. Befragt wurden 1002 Mütter und Väter im Juli 2008 in Deutschland.