Von Norbert Franck

Beamen oder begeistern? Wer bei Präsentationen vermeiden will, dass seine Zuhörer einschlafen, sollte etwas zu sagen und zu zeigen haben.

Sie ist vorbei: die Euphorie, mit der vor etwa einem Jahrzehnt Power-Point und Beamer in Besprechungen und Seminaren, auf Kongressen und Tagungen begrüßt wurden. Sie ist dem Unbehagen darüber gewichen, dass statt strukturierter und pointierter Aussagen unzählige Folien präsentiert werden, dass viel Folie um nichts gemacht wird.

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Weniger ist mehr: Eine Präsentation sollte nicht mit technischen Raffinessen überfrachtet sein. (© Foto: dpa)

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Deshalb für die Rückkehr zum medienfreien Vortrag zu plädieren, wäre freilich unangemessen.

Was aber sollte man wissen, um Projektergebnisse, Analysen und Planungen überzeugend präsentieren zu können? Dreierlei: Man muss etwas zu sagen und zu zeigen haben. Und man sollte im Umgang mit Power-Point die Tugend der Zurückhaltung pflegen.

Inhalte zuerst

Vorträge und Referate sind kein Nachweis technischer Kompetenz. Bei der Vorstellung etwa eines Projekts steht die Arbeit im Vordergrund. An zweiter Stelle steht die Person, die sie vorstellt. Analysen, Schlussfolgerungen oder Beispiele können beeindrucken, Menschen können überzeugen - technische Hilfsmittel nicht. Die Grundregel des Medieneinsatzes lautet daher: Inhalte zuerst.

Power-Point ist ein tolles Programm: Man kann problemlos Bilder, Sound und Videos integrieren, Darstellungen dynamisieren und Hand-outs sowie Manuskripte erstellen. Damit die Power-Point-Vorzüge zum Tragen kommen, sollte man allen Schnickschnack ignorieren, den das Programm anbietet: Die meisten Vorlagen für die Foliengestaltung sind Spielerei und unangemessen für seriöse Themen. Deshalb sollte man seine eigenen - schlichten - Vorlagen gestalten.

Zunächst ist zu klären: Was will ich sagen? Wie strukturiere ich das, was ich sagen will? Was stelle ich in den Mittelpunkt? Welche Beispiele und Belege ziehe ich heran? Sind diese Fragen beantwortet, lässt sich sinnvoll über den Einsatz von Medien entscheiden und überlegen, wie man was visualisiert. Nicht vorher! Wer den zweiten Schritt vor dem ersten macht, kommt ins Stolpern.

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