Anblaffen und zurückstarren
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Dann eilen sie geschäftig an ihren Schreibtisch zurück, den sie über und über mit Dokumenten, Aktenordnern und Schmierpapieren übersäen. Nachdem sie alle auffindbaren Zettel auf diese Weise strategisch geschickt verteilt haben, ist das Tagwerk schon getan. Frei nach dem Motto: Durch Nichtstun ist schon viel Unheil verhindert worden.
Diejenigen, die es in dieser Disziplin besonders weit gebracht haben, tun nicht nur selber nichts, sondern halten andere Kollegen auch gern von der Arbeit ab - Fleiß könnte ja ansteckend sein. Deshalb ziehen sie von Büro zu Büro und laden andere zum Plaudern ein. Sie beginnen die Konversation mit solch gehaltvollen Sätzen wie: "Und?" Danach herrscht erst mal Stille.
In die Flucht geschlagen
Tja, was wäre eine adäquate Antwort? Nur der Hilfsbereite ist so ungeschickt und lässt sich in ein Gespräch verwickeln. Der Profi antwortet lediglich "Mmh", starrt konzentriert auf seinen Bildschirm und tippt weiter. Der Schlechtgelaunte dagegen blafft "Was, und?" und starrt zurück.
Auf diese Weise in die Flucht geschlagen, verzieht sich der Faule wieder an seinen Schreibtisch zurück und verwendet seine komplette Energie darauf, möglichst beschäftigt auszusehen - bis er um Viertel vor vier die erlösenden Sätze spricht: "Heute war's mal wieder so chaotisch hier, ich bin jetzt fix und fertig. Ich mach heut früher Schluss." Weg ist er - und seine Arbeit dürfen die stillen, unauffälligen erledigen, die sich nie beklagen würden, aber genau deshalb nie befördert werden.
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(sueddeutsche.de/mri)
sz-zitat:"Jeder ist mal faul, verbringt den Nachmittag damit, private E-Mails zu schreiben, online eine Reise zu buchen oder Solitaire zu spielen."
...oder man verbringt den nachmittag damit, sz-online zu lesen und kommentare zu schreiben.
:-)
gruß aus'm büro, p.
muss auch mal ne Akte liegen sehen könne, meinte schon mein erster Chef vor 20 Jahren. Und ein Präsident von uns meinte mal: Besser aggressiv zuwarten, als nix tun.
Es gibt nichts was so eilig wäre, als dass es morgen nicht noch da liegen würde.
oh man ist es heute wieder stressig,
ich schaff nicht mal alles zu lesen bei SZ....
Ich brauch Urlaub!
Der moderne Typ Chef, bewertet das Resultat der Arbeit unter Berücksichtigung der soft skills. Letztendlich sind die Ergebnisse der Arbeit entscheident und da ist es ziemlich egal ob Überstunden gemacht werden, Kaffeeplausch gehalten wird oder nicht. Unternehmen die ihre MA / Abteilungen nicht mindestens einer normalen Ergebnisbewertung unterziehen, brauchen sich nicht über sogenannte Faulenzer beschweren, sondern werden diese auch nie entdecken, bzw. loswerden.
Und zwar die Einteilung der "Faulen":
1. Diejenigen die sich so verhalten weil sie wirklich keinerlei bzw. verhaltenen Arbeitswillen zeigen (aus welchen Gründen auch immer: Demotivierung, Langeweile, Unterforderung, innere Kündigung..)
2. Und eben denjenigen die aufgrund der Vorgaben der "obersten Heeresleitung" sich immer fortgebildet haben und nun so überqualifiziert sind das keine dementsprechende Aufgaben für diese Stelle anfallen.
Aus eigener Erfahrung würde ich mich auf Stufe 2 einsortieren. 12 Jahre Berufsleben, 10 Jahre Fortbildungen und zwar ein eigenes Büro mit allem was dazugehört.. Aber.. 1x im Monat regelmäßiges Bettelgespräch beim Chef um etwas tun zu dürfen.. Ja richtig gehört.. sowas gibts auch! Warum ich nicht gekündigt wurde?? Tja.. kündigen Sie mal dem bürotechnisch Höchstqualifiziertestem und von der Anstellungsdauer 3 längstem Mitarbeiter bei ca. 30 Büromitarbeitern..
Warum ich nicht kündige? Tja.. Glücksfall.. ich geh zu Fuß in die Arbeit, die Bezahlung ist TOP und laut Chef wird es ja irgendwann mal besser!!
Paging