Chronische Erschöpfung und Stress können sozial ansteckend sein, sagt der Psychologe Jörg Fengler. Immer häufiger gebe es Unternehmen, deren Mitarbeiter kollektiv davon betroffen seien.
Das Burnout-Syndrom als Folge von Stress und Überforderung ist sozial ansteckend und kann ganze Abteilungen und Unternehmen erfassen. Der Kölner Psychologe Jörg Fengler sagte dem Nachrichtenmagazin "Focus", er stelle immer häufiger ein kollektives Burnout-Syndrom in Betrieben fest.
Arbeiten im Großraumbüro: Durch Konformitätsdruck entwickelt sich eine negative Grundstimmung. (© Foto: dpa)
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Als eine Ursache sieht der Professor den erhöhten Druck durch Rationalisierungsmaßnahmen. Allerdings gebe es auch eine Neigung von Beschäftigten, in übertriebenem Maße zu jammern. Durch den Konformitätsdruck unter Kollegen entwickle sich dann eine negative Grundstimmung.
Die Folgen sind laut Fengler weitreichend: Es komme zu Feindseligkeiten und Mobbing in der Gruppe, Leistung und Selbstbewusstsein ließen nach. Einzige Freude der Mitarbeiter sei dann noch, sich sarkastisch über weitere Rückschläge zu freuen, sagte der Psychologe.
Schätzungen zufolge ist von Krankenschwestern und -pflegern ist bereits jeder zweite von Burnout betroffen, bei Lehrern jeder dritte. Neben einem tiefen Gefühl der Erschöpfung leiden die Patienten häufig unter Kopfschmerzen, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Bluthochdruck, Schwindel oder Muskel- und Rückenschmerzen, aber auch unter erheblichen Konzentrations- und Gedächtnisstörungen.
Burnout erleiden nach Expertenangaben bevorzugt Menschen, die zum Perfektionismus neigen und sich übermäßig engagieren. Das Syndrom kann in eine schwere Depression münden und sogar zum Suizid führen.
- Kampf dem Stress "Arbeitgeber denken nicht langfristig" 17.07.2007
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- Burnout Stillstand im Hamsterrad 20.12.2006
(AP)
Die Leute sind einfach nur frustriert, weil sie von überall her verarscht werden. Die Politiker treten so offen für die Interessen der Wirtschaft und gegen die Interessen der Bürger ein, wie es früher niemand für möglich gehalten hätte, der Vermieter verlangt Mieten, die keiner mehr bezahlen kann, während Mietnomaden zum Alltag gehören. Der Arbeitgeber hält dich als Sklaven(oder wie nennt man das sonst bei den heutigen Löhnen?), während die Kollegen moben wie verrückt und der Händler an der Ecke beraubt dich(bei den heutigen Preisen kann man ja wohl nicht mehr von einer fairen Preiskalkulation sprechen ;o), während deine Kinder gewalttätig und ohne Anstand aufwachsen(Tja. Zuviel Fernsehen und zuwenig Familie).
Welcher Arbeitgeber ist so fern jeder Realität, in einer solchen Gesellschaft normale Arbeitnehmer zu erwarten?!? Vor allem bei den heutigen Hungerlöhnen?!
Bei so einer miesen Bezahlung, wie es heute üblich ist, kann ich es gut verstehen, wenn man denjenigen an seinem Unglück teilhaben lässt, der es mitverursacht(Stichwort:Hungerlöhne!).
Wer keinen Anstand hat, verdient es nicht, dass man ihm mit Anstand begegnet...
...hat man frueher gesagt und damit doch eigentlich das gleiche Phaenomen gemeint. Klima deutet ja an, dass es um ein komplexes Zusammenspiel von einzelnen Faktoren geht. Insofern hat HindyLop nicht ganz unrecht, wenn er fragt, was denn nun neu oder interessant ist, ausser, dass ein "Experte" wahrscheinlich bald ein wichtiges Management-Buch raus bringt und das ganze "ansteckenden Burn-Out" nennt, damit es vermeintlich neu klingt.
Irgendwie schreibe ich in letzter Zeit oefter Kommentare zum oberflaechigen Neuigkeitswert von SZ-Beitraegen...
Liebe SZ, müsst ihr eigentlich jeden Schwachsinn aus dem Nachrichtenticker, der auf Basis eines Textes in einem anerkannten "Kurz ist besser als richtig, und Hauptsache der Rubel rollt"-Blatt gebastelt wurde, unhinterfragt abdrucken?
Nur weil da irgendwie "wissenschaftlich" steht, in diesem Falle sogar nur "Schätzung" und "Psychologe"? Lest euch den Text doch mal durch, und fragt euch, ob da igendetwas von Relevanz drin steht.