Hochschule Kritik an Umfrage zu Studiengebühren

Das Centrum für Hochschulentwicklung soll eine Umfrage in einer Pressemitteilung falsch dargestellt haben.

Das in Bonn beheimatete Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) hat am Donnerstag eine Pressemitteilung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) über eine Umfrage kritisiert, bei der sich "Studierende mehrheitlich für Studiengebühren" ausgesprochen haben sollen. ABS-Geschäftsführer Klemens Himpele erklärte, die Befragten hätten gar nicht die Möglichkeit zu der Antwort gehabt, dass sie Studiengebühren ablehnten.

Er kritisierte, das CHE habe weder in der Pressemitteilung noch auf seiner Homepage die genaue Formulierung der Fragen bekannt gegeben und habe sie dem ABS erst nach mehrmaligem Nachfragen übermittelt. Weiter hieß es, ein CHE-Referent habe am vergangenen Dienstag auch in einer SWR-Sendung indirekt eingeräumt, dass es bei der Erhebung nicht um die Frage "Studiengebühren: Ja oder Nein" gegangen sei. Er habe die Frage verneint, ob man auf dem Fragebogen ankreuzen konnte, dass man gegen jede Form von Studiengebühren sei. Vielmehr habe man drei Varianten von Gebühren vorgestellt und zu diesen dann Zustimmung oder Ablehnung erbeten.

Himpele warf dem CHE vor, es habe schon bei einer Umfrage 1998 "mit dieser suggestiven Fragestellung" gearbeitet. Schon damals hätten CHE und der Stifterverband der Deutschen Wirtschaft behauptet, dass die Mehrheit der 22- bis 25-jährigen Studierenden für Gebühren sei.