Weniger Gewinn beim PC-Hersteller Dell: Jeder zehnte muss gehen

Der einstige Börsenliebling Dell machte im ersten Quartal 759 Millionen Dollar Gewinn, sorgt sich aber weiter um seine Marktstellung. 8.000 Mitarbeiter müssten daher gehen, erklärte der US-Computerkonzern.

Der angeschlagene US-Computerkonzern Dell streicht zehn Prozent seiner Stellen. Von den weltweit rund 88.100 Mitarbeitern sollen im Laufe des nächsten Jahres mehr als 8.000 entlassen werden, kündigte das Unternehmen am Donnerstag an.

Der Umsatz des Konzerns stieg in den ersten drei Monaten des Jahres zwar überraschend stark um 2,6 Prozent auf 14,6 Milliarden Dollar (10,9 Milliarden Euro), der Gewinn jedoch sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht von 762 Millionen Dollar auf 759 Millionen Dollar.

Der Gewinn je Aktie lag im ersten Quartal bei 34 Cent und damit über den Erwartungen von Analysten, die mit 26 Cent gerechnet hatten. Der Umsatz stieg auf 14,6 Milliarden Dollar von 14,2 Milliarden Dollar.

Begeisterung an der Börse

Im nachbörslichen Handel wurden die Zahlen begeistert aufgenommen. Die Aktie legte 7,3 Prozent zu auf 28,88 Dollar. "Die Ergebnisse waren viel besser als erwartet", sagte Shaw Wu von American Technology Research.

Nach dem Abschied des Gründers Michael Dell von der Konzernleitung im Jahre 2004 war es mit dem Unternehmen bergab gegangen. In den vergangenen 18 Monaten verlor die Aktie 53 Prozent an Wert.

Erzrivale Hewlett Packard hatte Dell im vergangenen Jahr an der Weltspitze der PC-Produzenten abgelöst. Im Januar dieses Jahres kehrte deshalb der Firmengründer Michael Dell an die Unternehmensspitze zurück, um Boden gut zu machen.